Wenn es im Straßenverkehr zu einem Unfall kommt, ist ein guter Versicherungsschutz Gold wert. Welche Versicherung sich je nach Alter des Autos und anderen Faktoren lohnt, erklären wir von KLUGO im nachfolgenden Vergleich, bei dem das Konzept der Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung einmal näher beleuchtet werden soll.

Leistungen der verschiedenen Autoversicherungen im Vergleich

Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt alle Sach-, Personen- und Vermögensschäden ab, die anderen entstehen, wenn mit einem Auto ein Unfall verursacht wird. Diese Form der Autoversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und muss folglich beim Autokauf abgeschlossen werden. Die Haftpflicht deckt dabei Personenschäden bis 7,5 Millionen Euro, bei Sachschäden bis 1,12 Millionen Euro und bei Vermögensschäden bis 50.000 Euro ab. Das sind die gesetzlichen Mindestabdeckungswerte. Ihre Haftpflichtversicherung deckt möglicherweise noch Schäden bis zu einer höheren Summe ab.

Die Teilkaskoversicherung hingegen deckt als weitere Versicherungsart für das Auto neben den Leistungen der Haftpflicht auch Schäden am eigenen Fahrzeug ab.

Eine Teilkaskoversicherung greift auch zum Teil bei folgenden Schäden:

  • Diebstahl
  • Überschwemmung
  • Sturm- oder Hagelschäden
  • Zusammenstoß mit Tieren
  • Glasbruch
  • Schäden an Verkabelung

Die Vollkaskoversicherung deckt neben den Leistungen der Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung noch zusätzlich Unfallschäden am eigenen Fahrzeug, Schäden durch geplatzte Reifen und Schäden durch Vandalismus ab.

Für wen sich welche Kfz-Versicherung am ehesten lohnt, muss individuell verglichen werden. Generell ist die Entscheidung für Teilkasko oder Vollkasko abhängig vom Wert des Fahrzeugs, der finanziellen Situation sowie der Schadenfreiheitsklasse des Fahrzeughalters. Für einige, die eher wenig fahren und ein Auto mit geringem Wert besitzen, ist eine Haftpflicht bereits ausreichend, andere wiederum sollten eine Vollkaskoversicherung als Versicherungsart für ihr Auto in Betracht ziehen.

Haftpflicht bei alten Fahrzeugen mit niedrigem Restwert

Bei alten Fahrzeugen mit einem niedrigen Restwert von unter 4.000 Euro sollte genau überlegt werden, ob sich der Abschluss einer Teilkasko noch lohnt. Hierzu sollten die Kosten verglichen und dann abgewägt werden, ob man sich im Fall der Fälle die des Fahrzeugs leisten könnte. Ist dies nicht der Fall, sollte der Abschluss einer Teilkasko in Erwägung gezogen werden.

Bei Fahrzeugen mit mittlerem Alter und Restwert von über 5.000 Euro lohnt sich neben der verpflichtenden Haftpflichtversicherung meist der Abschluss einer Teilkaskoversicherung. Zu beachten ist jedoch, dass es bei dieser Versicherungsart für das Auto keinen Schadenfreiheitsrabatt gibt. Dies bedeutet, dass die Beiträge immer gleich bleiben und nicht nach mehreren unfallfreien Jahren sinken. Dies macht auch Sinn, denn die Schäden, die von der Teilkasko abgedeckt werden, kann der Fahrer selbst gar nicht verursachen.

Bei der Vollkaskoversicherung ist das anders, da diese auch selbst verursachte Schäden abdeckt. Der Betrag richtet sich hier also nicht nur nach dem Fahrzeug, sondern zudem nach der Schadenfreiheitsklasse. Dies ist auch der Grund, warum eine Vollkaskoversicherung im Vergleich nicht unbedingt teurer als eine andere Autoversicherung sein muss.

Vollkasko als ideale Versicherungsart bei Neu- und Jahreswagen

Generell sollten Fahrzeuge mit hohem Wert ergänzend zur Haftpflicht immer durch eine Vollkaskoversicherung geschützt werden. Dies betrifft vor allem Neu- und Jahreswagen. Besonders wenn man einen Neuwagen finanziert, sollte immer eine Vollkasko abgeschlossen werden, da sich auch die Bank absichern möchte. Wenn das Fahrzeug schon vier Jahre oder älter ist und trotzdem noch einen hohen Restwert besitzt, ist eine Vollkaskoversicherung ebenfalls ratsam.

Bei Rechtsfragen rund um Versicherungsarten für das Auto und weitere Themen finden Sie im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung schnelle Hilfe. So sind Sie immer bestens beraten mit Ihrem Auto unterwegs!

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