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Click & Collect

Click & Collect während Corona: Das sollten Sie als Verbraucher wissen

Was in der Gastronomie schon lange möglich ist, darf nun auch im Einzelhandel praktiziert werden: Die Rede ist vom Prinzip Click & Collect, das es den Kunden auch während der Corona-Pandemie ermöglicht, lokal einzukaufen. Doch wie funktioniert Click & Collect? Was sollten Sie bei der neuen Einkaufsform beachten? Und welche Kosten können auf Sie zukommen? Wir informieren Sie über alles Wichtige zum Thema Click & Collect.

Click & Collect – Bedeutung der beliebten Einkaufsform

Click & Collect funktioniert recht einfach: Kunden können ihre Ware entweder online oder telefonisch bestellen und dann selbst im Geschäft abholen. In Zeiten von Corona ist es allerdings wichtig, sich bei der Abholung der bestellten Ware an eine vorher vereinbarte Abholzeit zu halten.

Das Prinzip hat sowohl für Ladenbesitzer als auch für die Kunden große Vorteile. So müssen weder die Geschäfte ganz geschlossen bleiben und können zumindest einen kleinen Teil ihres üblichen Umsatzes erwirtschaften, noch müssen die Kunden auf ihre Einkaufsgewohnheiten verzichten.

Welche Kosten entstehen bei Click & Collect?

Die meisten Geschäfte bieten den Service Click & Collect kostenlos an. Es gibt allerdings Ausnahmen. So verlangt IKEA beispielsweise für Einkäufe bis 300 Euro eine Pauschale von 10 Euro, für Einkäufe bis 750 Euro eine Pauschale von 30 Euro und darüber hinaus 50 Euro für das kontaktlose Einkaufen und die Abholung der Ware vor Ort.

Ebenso verhält es sich mit der Rückgabe bestellter Waren. Wer persönlich ins Geschäft geht, um Waren zurückzugeben, kann dies kostenlos tun. Entscheidet man sich allerdings dazu, die Waren per Paketdienst zurückzusenden, müssen die Kosten dafür in der Regel selbst getragen werden – es sei denn, das Geschäft erklärt sich zur Kostenübernahme bereit.

Diese Regeln gelten bei Click & Collect

Wer den Service Click & Collect nutzen möchte, sollte sich über die geltenden Rechte und Regeln im Klaren sein.

Folgende Regeln sind beim Einkauf per Click & Collect zu bechten:

  • In den meisten Geschäften müssen zur Abholung der Ware feste Zeiten ausgemacht werden. Wer zu früh oder zu spät kommt, muss warten und im schlimmsten Fall erneut wiederkommen.
  • Bei der Abholung der Waren gelten strenge Hygienemaßnahmen. So muss eine FFP2- oder OP-Maske getragen und die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden.
  • Wer einen Kauf widerrufen möchte, sollte dies per Mail, Fax oder Brief machen. Ein mündlicher Widerruf oder das Zurücksenden der Ware gilt nicht als Widerruf.
  • In den deutschen Bundesländern gelten für Click & Collect während Corona teils unterschiedliche Regeln. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die Unterschiede in den Bundesländern.

Kein Click & Collect in Sachsen

Bisher ist Click & Collect in allen deutschen Bundesländern erlaubt, außer in Sachsen. Hier soll Click & Collect als Erleichterung für den Einzelhandel ab dem 15. Februar erlaubt sein. Bis dahin sollen die Infektionszahlen noch so weit wie möglich gedrückt werden, um die Lockerungen dann guten Gewissens einführen zu können.

Sie haben Fragen zum Prinzip Click & Collect während Corona oder haben Schwierigkeiten, Ihr Widerrufsrecht durchzusetzen? Dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf und besprechen Ihren Fall mit einem erfahrenen Fachanwalt von KLUGO.

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Beitrag juristisch geprüft von der KLUGO-Redaktion

Der Beitrag wurde mit großer Sorgfalt von der KLUGO-Redaktion erstellt und juristisch geprüft. Dazu ergänzen wir unseren Ratgeber mit wertvollen Tipps direkt vom Experten: Unsere spezialisierten Partner-Anwälte zeigen auf, worauf es beim jeweiligen Thema ankommt.
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