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Corona-Regeln zu Weihnachten und Silvester

Die Infektionszahlen schnellen in diesen Tagen in die Höhe, der harte Lockdown soll das Infektionsgeschehen eindämmen. Auch zu Weihnachten und Silvester sollen die Verordnungen nicht zu sehr gelockert werden – zu groß ist die Gefahr, dass Weihnachtsfeiern und Silvesterpartys zu Superspreader-Veranstaltungen werden. Die Corona-Regeln zu Weihnachten und Silvester sehen deshalb nur Zusammenkünfte im kleinen Rahmen vor.

Das Wichtigste auf einen Blick

Weihnachten (24. bis 26.12.)

  • Treffen von eigenem Haushalt mit max. vier weiteren erwachsenen Personen aus zwei oder mehr Haushalten zzgl. Kindern unter 14 Jahren
  • Weihnachts-Gottesdienstbesuche mit Abstand und Maskenpflicht am Platz

Silvester

  • Treffen von eigenem Haushalt mit einem weiteren Haushalt, insgesamt maximal fünf Personen zzgl. Kinder unter 14 Jahren
  • Abbrennen von Feuerwerkskörpern nur im privaten Kreis
  • kein Feuerwerksverkauf
  • kein Abbrennen von Feuerwerk auf belebten Plätzen

Corona-Regeln zu den Weihnachts-Feiertagen

Im aktuellen Lockdown sind private Zusammenkünfte nur von dem eigenen Haushalt und einen weiteren Haushalt möglich. Insgesamt dürfen dies maximal fünf Personen sein. Ausgenommen von dieser Zählung sind Kinder bis 14 Jahren.

In den Weihnachtstagen zwischen dem 24. bis 26. Dezember gelten andere Regeln: Es können Treffen im „engsten Familienkreis“ stattfinden. Neben den Personen aus dem eigenen Haushalt können weitere vier erwachsene Personen aus zwei oder mehr Haushalten hinzukommen, Kinder bis 14 Jahren werden auch hier nicht mitgezählt.

Beispiel:

Eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Kindern bildet einen Haushalt. Zu Besuch dürfen dann vier weitere Erwachsene kommen, beispielsweise zwei Großelternpaare. Es könnten aber auch vier Erwachsene mit beispielsweise vier weiteren Kindern (bis 14 Jahre) zu Besuch kommen.

Zum engsten Familienkreis zählen laut dem Beschluss zu den Corona-Regeln zu Weihnachten und Silvester „Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige“.

Die Corona-Regeln zu den Feiertagen besagen außerdem, dass Gottesdienste abgehalten werden dürfen. Dabei muss wie bisher der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden, außerdem gilt eine Maskenpflicht am Platz. Der Gemeindegesang ist demgemäß untersagt.

Da traditionell zu den Weihnachtsfeiertagen die Gottesdienste gut besucht sind, kann eine Anmeldung erforderlich sein.

Corona-Regeln zu Silvester: Kein Feuerwerksverkauf

Ab dem 27. Dezember gelten wieder unverändert die Corona-Regelungen, die bereits vor Weihnachten galten, d.h. die Kontakte sind auf zwei Haushalte mit maximal fünf Personen beschränkt. Zudem wurde ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik vor Silvester ausgesprochen.

Es gilt zusätzlich ein Feuerwerksverbot auf vielbesuchten Plätzen, welche das sind, legen die Kommunen fest. Grundsätzlich gilt am Silvestertag sowie am Neujahrstag ein bundesweites An- und Versammlungsverbot.

Wer noch Feuerwerkskörper hat, kann diese im privaten Rahmen steigen lassen. Es wird jedoch davon abgeraten, da die Krankenhäuser durch das Corona-Infektionsgeschehen überlastet sind und Unfälle durch Feuerwerkskörper eine weitere Belastung der Krankenhäuser darstellen.

Gericht in Niedersachsen kippt Corona-Regel zu Silvester

Das Land Niedersachsen hat die bundeweiten Corona-Regeln zu Silvester verschärft und ein komplettes Feuerwerksverbot erlassen. Das Oberverwaltungsgericht hat das landesweite Abbrenn-Verbot für Feuerwerk jedoch wieder gekippt. Ein derart umfassendes Verbot sei als Infektionsschutzmaßnahme sei demnach nicht notwendig, Daraufhin wurde der betroffene § 10a der Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Corona-Verordnung vom 22.Dezember2020 abgeändert, der Verkauf von Feuerwerk bleibt weiterhin verboten.

Demnach ist das Abbrennen von Feuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen verboten. Auch das Mitführen von Feuerwerkskörpern ist am Silvestertag ab 21 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um 7 Uhr verboten. Um welche Orte es sich handelt, bestimmen die Kommunen selbst.

Haben Sie weitere Fragen zu den Corona-Regeln? KLUGO hilft Ihnen bei Ihren Fragen schnell und sicher weiter und vermittelt Sie gern an einen geeigneten Fachanwalt.

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