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Fahrt zum Impfzentrum

Fahrt zum Impfzentrum: Wann werden die Kosten übernommen?

Bis zum Sommer sollen alle Bürger ein Impfangebot erhalten haben. Wer es annimmt, kann in einem lokalen Corona-Impfzentrum in der Nähe die Impfung gegen SARS-CoV-2 erhalten. Je nach Wohnort kann die Fahrt zum Impfzentrum länger oder kürzer sein. Vor allem Menschen im ländlichen Raum und ältere Bürger fragen sich, ob die Kosten für die Fahrt übernommen werden. Tatsächlich ist das in einigen Fällen möglich.

Wann zahlt die Kasse Fahrten zum Impfzentrum?

Grundsätzlich müssen die Fahrtkosten von jedem Bürger selbst getragen werden. Jedoch gibt es Ausnahmeregelungen für Menschen, die nicht selbstständig zum nächstgelegenen Corona-Impfzentrum gelangen. Außerdem werden in den Bundesländern mobile Impfteams koordiniert, die Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern versorgen. Jedes Bundesland organisiert diese mobilen Impfteams selbstständig. Die gemeinsame rechtliche Grundlage ist die Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV).

Wer kann die Kostenübernahme für die Fahrt zum Impfzentrum beanspruchen?

Wer grundsätzlich ein Anrecht auf die Übernahme von Fahrtkosten gemäß § 60 Abs. 1 Satz 1 SGB V hat, der kann dieses auch für die Fahrt zum Impfzentrum in Anspruch nehmen. Die Person zahlt in diesem Fall nur die gesetzliche Zuzahlung von mindestens fünf Euro je Fahrt.

Zu diesen Personengruppen gehören insbesondere:

  • Personen mit eingeschränkter Mobilität
  • Personen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung (Schwerbehindertenausweis Kürzel (aG), blind (Bl) oder hilflos (H))
  • Personen mit Pflegegrad 4 oder 5
  • Personen mit Pflegegrad 3 und einer dauerhaften Beeinträchtigung der Mobilität

Gibt es länderspezifische Angebote für die Fahrt zu Corona-Impfzentren?

Da die Länder die Vorgaben der Coronavirus-Impfverordnung selbstständig und unterschiedlich umsetzen, kann es in den Ländern unterschiedliche Angebote geben. Personen, die nicht die in die oben genannten Kategorien fallen und trotzdem nicht selbstständig zum Corona-Impfzentrum gelangen können, sollten Informationen zum Impfprogramm ihres Bundeslands bzw. ihrer zuständigen Behörde einholen.

Einige Landesbehörden, einzelne Gemeinden und Städte bieten Transportmöglichkeiten wie etwa Impfbusse an. In Berlin können sich Personen über 90 Jahre kostenlos per Taxi zum Corona-Impfzentrum im Stadtteil Treptow bringen lassen. Bald soll das auch für Personen ab 80 Jahre möglich sein. In Hamburg wurde wiederum ein Shuttle-Service für Menschen eingerichtet, die nur eingeschränkt mobil sind. Eine Nachweispflicht gibt es hier nicht.

Insofern Kapazitäten vorhanden sind, können auch hilfsbedürftige Personen außerhalb von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen von mobilen Impfteams versorgt werden. Auch hier sollte Kontakt zur jeweiligen Behörde aufgenommen werden.

Uber bietet Freifahrten zum Impfzentrum

Ein weiteres Angebot kommt vom Fahrdienst-Vermittler Uber. Uber bietet zunächst 10.000 kostenlose Fahrten von bis zu 15 Euro für die erste Gruppe von impfberechtigten Personen an. Ist der tatsächliche Fahrpreis höher, zahlt die Person den Differenzbetrag. Uber ist in den Großstädten Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, München und Hamburg sowie im Großraum Stuttgart und Duisburg aktiv. Damit will Uber nicht nur die Impfinitiative der Bundesregierung, sondern auch seine eigenen Mitarbeiter unterstützen.

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