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Kündigungsschutzklage

Kündigungsschutzklage: Darum sollten Sie darüber nachdenken

Viele Arbeitnehmer mussten bereits die unschöne Erfahrung machen, ein Kündigungsschreiben in den Händen zu halten. Auch, wenn der Schock bei den meisten zunächst einmal tief sitzt, sollte man sich schnellstmöglich Gedanken über die weitere Vorgehensweise machen. Nicht immer ist man gezwungen, eine Kündigung schlichtweg hinzunehmen. Es kann durchaus sinnvoll sein, eine Kündigungsschutzklage einzureichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein wichtiges Instrument des Kündigungsschutzgesetzes ist die Kündigungsschutzklage.
  • Die Einreichung einer Kündigungsschutzklage ist nur innerhalb einer Frist von drei Wochen möglich.
  • Mit einer Kündigungsschutzklage können Sie eine ungerechtfertigte Kündigung abzuwehren.
  • Ziele der Kündigungsschutzklage sind Weiterbeschäftigung oder die Festlegung einer Abfindung im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Was ist eine Kündigungsschutzklage?

Der Kündigungsschutz ist im Kündigungsschutzgesetz (KSchG) geregelt. Nach § 1 KSchG ist eine Kündigung rechtsunwirksam, wenn Sie sozial ungerechtfertigt ist. Sie darf lediglich aus personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Gründen ausgesprochen werden.

Ein wichtiges Instrument des Kündigungsschutzgesetzes ist die Kündigungsschutzklage nach § 4 S. 1 KSchG, die innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung schriftlich beim zuständigen Amtsgericht erhoben werden kann. Im Rahmen der Kündigungsschutzklage erfolgt eine gerichtliche Überprüfung, ob die Kündigung rechtmäßig gewesen ist.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Kündigungsschutzklage erfüllt werden?

Zu beachten ist, dass das Kündigungsschutzgesetz nicht immer anwendbar ist. Voraussetzung ist, dass der Betrieb mehr als zehn Arbeitnehmer (§ 23 I 3 KSchG) beschäftigt und der betroffene Arbeitnehmer seit mehr als sechs Monaten (§ 1 II KSchG) im Betrieb beschäftigt ist.

Wann sollten Sie über eine Kündigungsschutzklage nachdenken?

Das Ziel einer Kündigungsschutzklage ist es, eine ungerechtfertigte Kündigung abzuwehren. Sie erlaubt dem Arbeitnehmer, die Kündigung durch ein Gericht auf ihre Wirksamkeit prüfen zu lassen. Mit Hilfe der Kündigungscchutzklage können zwei Ziele Verfolgt werden. Zum einen die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers und zum anderen die Festlegung einer Abfindung im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.Die meisten Arbeitgeber sind im Fall einer Abfindung verhandlungsbereit, um zu verhindern, dass das Gericht die Kündigung für unwirksam erklärt. Die Höhe der Abfindung kann beispielsweise mit Hilfe eines Abfindungsrechners kalkuliert werden.

Welche Erfolgschancen hat eine Kündigungsschutzklage?

Der Kündigungsschutz hat im deutschen Gesetz einen hohen Stellenwert, was die Kündigungsmöglichkeiten des Arbeitgebers stark eingeschränkt. Daher ist ein Prozess in vielen Fällen sinnvoll. Ein Großteil der ausgesprochenen Kündigungen ist fehlerhaft und somit unwirksam. Auch Abfindungsangebote liegen oft deutlich unter den möglichen Werten. Die Chance auf Weiterbeschäftigung oder eine höhere Abfindung im Rahmen einer Kündigungsschutzklage ist entsprechend hoch.

Wer trägt die Kosten bei einer Kündigungsschutzklage?

Möchte man eine Kündigungsschutzklage einreichen, sollte einem klar sein, dass regelmäßig Gerichtskosten sowie Anwaltskosten anfallen, die vom Streitwert des Verfahrens abhängen. Der Streitwert richtet sich hierbei nach dem Bruttomonatsgehalt des gekündigten Arbeitnehmers. Die Gerichtskosten fallen nur an, wenn es auch wirklich zur Verhandlung kommt. Kommt es im Rahmen einer Kündigungsschutzklage dagegen vorab zu einem Vergleich und wird beispielsweise eine Abfindung ausgehandelt, entfallen diese.

Die Anwaltskosten hat in einem Arbeitsrechtsprozess in erster Instanz derjenige zu tragen, der die Klage eingereicht hat. Bei nur geringen finanziellen Mitteln kann hier jedoch jederzeit ein Antrag auf Prozesskostenhilfe gestellt werden.

Wie kann ein KLUGO-Partneranwalt helfen?

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Wurden Sie gerade gekündigt und sind sich unsicher, ob Sie eine Kündigungsschutzklage einreichen sollten? Kontaktieren Sie uns lassen Sie sich von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten.

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Der Beitrag wurde mit großer Sorgfalt von der KLUGO-Redaktion erstellt und juristisch geprüft. Dazu ergänzen wir unseren Ratgeber mit wertvollen Tipps direkt vom Experten: Unsere spezialisierten Partner-Anwälte zeigen auf, worauf es beim jeweiligen Thema ankommt.
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