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Was tun bei Mietschulden

Was tun bei Mietschulden? – Die besten Tipps

Steigende Lebenshaltungskosten, weniger Einnahmen und immer teurere Mieten führen dazu, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens ihre Miete nicht mehr begleichen können und in Mietrückstand geraten. Werden nicht schnellstens geeignete Maßnahmen ergriffen, rutschen Mieter dann schnell in eine existenzielle Krise, aus der sie nicht mehr ohne Weiteres herauskommen. Wie Sie sich bei Mietschulden Hilfe holen, können Sie hier nachlesen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer seine Miete nicht am dritten Werktag eines Monats im Voraus begleicht, befindet sich im Mietrückstand.
  • Der Vermieter kann fristlos kündigen, wenn der Mieter zwei Monate lang keine oder über einen längeren Zeitraum nur teilweise seine Miete zahlt.
  • Mieter sollten im Fall des Zahlungsrückstandes das Gespräch mit dem Vermieter suchen und ggf. staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.
  • Mieter, die Corona-bedingt keine Miete zahlen konnten, sind vom Gesetzgeber auf besondere Weise geschützt.

Wann gerät der Mieter in Mietrückstand?

Jeder Mieter in Deutschland ist dazu verpflichtet, seine Miete bis zum dritten Werktag eines Monats im Voraus zu begleichen bzw. bei der Bank anzuweisen. Tut er dies nicht, so ist er offiziell im Mietrückstand.

Zu diesem Zeitpunkt muss man sich als Mieter aber noch keine Gedanken machen. Konsequenzen drohen erst dann, wenn Sie die Miete zwei Monate in Folge überhaupt nicht oder über einen längeren Zeitraum nur teilweise gezahlt haben.

Welche Konsequenzen drohen bei Mietschulden?

Der Vermieter ist dann dazu berechtigt, seinem Mieter fristlos zu kündigen. Doch auch an diesem Punkt gibt es für Mieter noch Möglichkeiten, den drohenden Auszug abzuwenden. Einfach auf die Straße setzen kann der Vermieter seinen Mieter nämlich nicht – dazu müsste er erst eine Räumungsklage auf den Weg bringen.

Abwenden kann der Mieter die Kündigung noch, wenn er den Mietrückstand sofort nach Erhalt der Kündigung begleicht oder den Rückstand nach rechtshändiger Räumungsklage innerhalb von zwei Monaten vollständig bezahlt. Möglich ist die Abwendung einer Räumungsklage auch dann, wenn die ausstehenden Zahlungen nachweislich von einer öffentlichen Stelle übernommen werden.

Damit es gar nicht erst so weit kommt und die Situation eskaliert, sollten Mieter bei drohendem Zahlungsverzug schnellstmöglich das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Das mag unangenehm sein, ist aber der beste Weg, um eine gemeinsame Lösung zu finden und Ärger abzuwenden.

Wie sollen Mieter bei Mietschulden vorgehen?

Neben der Kommunikation mit dem Vermieter ist es bei Mietschulden wichtig, Mietvereine zu kontaktieren und nach Hilfe zu fragen. Vielleicht können auch Freunde oder Bekannte mit einem Darlehen aushelfen, um die schwierige Zeit zu überbrücken?

Wenn Sie das Gefühl haben, allein nicht mehr aus den Schulden herauszukommen, kontaktieren Sie das Sozialamt bzw. das Jobcenter und fragen dort nach Unterstützung. Eventuell kommt für Sie auch ein Antrag auf Wohngeld in Frage.

Mietschulden in Zeiten von Corona

Sollten Sie Ihre Miete Corona-bedingt vorübergehend nicht zahlen können, gelten im Übrigen andere Regeln. Der Gesetzgeber hat Mieter hier auf eine besondere Weise geschützt: Demnach dürfen Mieter, die vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 ihre Miete aufgrund von Corona nicht zahlen konnten, nicht gekündigt werden.

Allerdings sind die Mieter dazu verpflichtet, den entstandenen Mietrückstand bis zum 30. Juni 2022 wieder auszugleichen.

So hilft Ihnen ein KLUGO Partner-Anwalt weiter

Mietschulden sind nicht nur äußerst unangenehm, sondern lösen auch große Ängste aus. Scheuen Sie sich deshalb nicht, bei Mietschulden Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine fristlose Kündigung und eine Räumungsklage abzuwenden.

Ein KLUGO Partner-Anwalt für Mietrecht ist Ihnen gern behilflich, wenn Sie ein mietrechtliches Problem oder rechtsspezifische Fragen zum Thema Mietrecht haben. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf und nehmen ein unverbindliches Erstgespräch mit einem erfahrenen Juristen in Anspruch.

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Beitrag juristisch geprüft von der KLUGO-Redaktion

Der Beitrag wurde mit großer Sorgfalt von der KLUGO-Redaktion erstellt und juristisch geprüft. Dazu ergänzen wir unseren Ratgeber mit wertvollen Tipps direkt vom Experten: Unsere spezialisierten Partner-Anwälte zeigen auf, worauf es beim jeweiligen Thema ankommt.
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