Anwaltskostenrechner

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, ist es gut, schon einmal einen ersten Überblick über die anfallenden Kosten zu haben. Hier wird Ihnen gezeigt, wie Sie mögliche Anwaltskosten berechnen können.



Gesamtkosten für eigenen Anwalt {{ ergebnis.gesamt.toFixed(2) }}
Mit Inkrafttreten des 2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetz zum 01.08.2013 änderte sich das Kostenrecht. Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf den Gebührensätzen, welche ab dem 01.08.2013 gelten.

Die Ergebnisse des Anwaltskostenrechners dienen der unverbindlichen Ersteinschätzung. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Rechtsexperten. Die Verwertung der Ergebnisse erfolgt auf eigenes Risiko.


Die Berechnung der Gerichtskosten erfolgt bis einschließlich 500 000 EUR.

Wie berechnen sich die Anwaltskosten?

Wenn Sie im Begriff stehen, einen Rechtsstreit vor Gericht auszufechten oder Forderungen einzuklagen, ist es ratsam, sich vorher über die voraussichtlichen Anwaltskosten zu informieren. Neben den Kosten für den eigenen Anwalt, sollten Sie dabei auch die anfallenden Kosten der Gegenseite bedenken. Diese müssen Sie im Falle einer Niederlage ebenfalls tragen.

Anwaltskosten nach RVG


Die Wertgebühren der Anwaltskosten werden in § 13 des RVG als Tabelle aufgeführt:

Absatz (1) legt fest, dass die niedrigste Gebühr bei einem Gegenstandwert bis 500 Euro 45 Euro beträgt. Bei höheren Beträgen erhöht sich die Gebühr enstprechend. Die jeweiligen Beträge sind in der Tabelle aufgelistet.

Nach Absatz (2) beträgt die Mindestgebühr 15 Euro. Diese wird beispielsweise auch fällig, wenn Beratungshilfe in Anspruch genommen wird.

In Deutschland ist die Vergütung von Anwälten, sofern nicht zusätzlich über Aufwandshonorare geregelt, im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, kurz RVG, festgelegt. Aus den dort angeführten Kostentabellen bestimmt sich das Anwaltshonorar.

Welche Angaben werden im Anwaltskostenrechner benötigt?

Der Streit- oder Gegenstandswert dient als Berechnungsgrundlage der Anwaltsgebühren. Unter dem Streitwert versteht man das finanzielle Interesse, um das es im Prozess geht. Klagen Sie zum Beispiel die Zahlung des von Ihnen verkauften Pkws im Wert von 30.000 Euro ein, beläuft sich der Streitwert auf ebendiese Summe. Ausgehend von diesem Wert, werden alle anderen Kosten berechnet.

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Wenn Sie sich die Anwaltskosten unter keinen Umständen leisten können, kann auch Beratungs- oder Prozesskostenhilfe beantragt werden. Auch eine kostenlose Ersteinschätzung kann hilfreich sein.

Hat Ihr Anwalt gleich mehrere Mandanten in einem Verfahren, so erhöht sich der Gebührensatz je weiterem Mandanten um 0,3 – bis zu einem Maximum von 2,0 Sätzen. Tragen Sie daher die exakte Anzahl der Mandanten ein, damit auch dieser Wert bei der Berechnung berücksichtigt wird.

Die Berechnungsgrundlage der Anwaltsgebühren bildet der Streit- bzw. Gegenstandswert. Damit ist der finanzielle Wert gemeint, der im Prozess behandelt wird. Der Gebührensatz ergibt zusammen mit dem Gegenstandswert die Anwaltskosten. Dazu muss unter anderem die Zahl der Mandanten berücksichtigt werden.

Kosten einer außergerichtlichen Einigung

Nicht jedes Verfahren endet zwangsläufig vor Gericht. Oftmals einigen sich die Parteien – in der Regel über Ihre Anwälte – bereits im Vorhinein, um horrende Gerichtskosten zu sparen oder einen ungewissen Prozessausgang abzuwenden. In solch einem Fall berechnet Ihr Anwalt Ihnen das 0,5- bis 2,5-fache des einfachen Gebührensatzes gemäß RVG. Scheitert die außergerichtliche Einigung, wird die Hälfte der außergerichtlichen Geschäftsgebühr fällig – allerdings begrenzt auf einen Gebührensatz von 0,75.

Weitere Gebührensätze, die bei unterschiedlichen Tätigkeiten eines Anwalts anfallen, können sein:

  • Außergerichtliche Vertretung: 0,5 bis 2,5
  • Vertretung in der ersten Instanz: 1,3
  • Wahrnehmung eines Gerichtstermins: 1,2
  • Vertretung im Berufungsverfahren: 1,6
  • Beauftragung eines Gerichtsvollziehers: 0,3

Ist ein gerichtliches Mahnverfahren notwendig, können Sie auch dieses im Anwaltskostenrechner als zusätzlichen Kostenfaktor anführen. Hierbei sind ebenfalls die Kosten der Gegenseite zu berücksichtigen.

Erstberatung vom Fachanwalt zu Anwaltskosten

Sollten Sie mit Ihrem Prozessergebnis nicht zufrieden sein und weitere Rechtsmittel, wie etwa die Berufung oder eine Revision, in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen. Wenn Sie sich einen Überblick über die gesamten Kosten eines Prozesses machen möchten, steht Ihnen auch unser kostenloser Prozesskostenrechner zur Verfügung.

Eine konkretere Einschätzung der Anwaltskosten in Bezug auf Ihren individuellen Fall kann nur ein Rechtsexperte vornehmen. Unsere Fachanwälte stehen Ihnen gerne in unserer kostenlosen Erstberatung zur Seite und klären Ihre initialen Fragen.

Abschließend fassen wir noch einmal zusammen, wie Sie Ihre Anwaltskosten besser einschätzen können:

  • Bei der Berechnung der Anwaltskosten spielen viele Aspekte eine Rolle. Die wichtigsten sind der Streitwert bzw. Gegenstandswert, die Anzahl der Mandanten und die Art des Verfahrens.
  • Grundlegend berechnen sich die Anwaltskosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Dort finden sich entsprechende Tabellen.
  • In den Tabellen des RVG finden sich die Wertgebühren, nach denen sich zusammen mit dem Gegenstandswert die Anwaltskosten berechnen.
  • Bei einer außergerichtlichen Einigung fallen andere Gebührensätze an.
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