Prozesskostenrechner

Wenn ein Streitfall vorliegt, stellt sich häufig die Frage der aufkommenden Prozesskosten. Diese sind komplex und werden auf Grundlage vieler Aspekte berechnet. Unser Prozesskostenrechner kann Ihnen zu einem ersten Überblick verhelfen.

Streitwert bzw. Gegenstandswert
Anzahl Mandanten
Anzahl Gegner
Außergerichtlich
Gerichtlich
Gesamtkostenrisiko {{ ergebnis.gesamt ? ergebnis.gesamt.toFixed(2) : 0.00 }}
Mit Inkrafttreten des 2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetz zum 01.08.2013 änderte sich das Kostenrecht. Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf den Gebührensätzen, welche ab dem 01.08.2013 gelten.

Die Ergebnisse des Prozesskosten-Rechners dienen der unverbindlichen Ersteinschätzung. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Rechtsexperten. Die Verwertung der Ergebnisse erfolgt auf eigenes Risiko.

Was kostet ein Gerichtsverfahren?

Ein Gerichtsverfahren kann teuer werden: Geraten Sie in einen Rechtsstreit, müssen Sie mit Kosten für den eigenen Anwalt, Gericht, Zeugen und Sachverständige rechnen. Sollten Sie verlieren, tragen Sie zusätzlich die Kosten der Gegenseite.

§ 91 Zivilprozessordnung


In § 91 Zivilprozessordnung wird festgelegt, welche Kosten des Prozesses durch welche Partei zu tragen sind.

Dabei bestimmt Absatz (1), dass derjenige, der den Gerichtsprozess verliert, die entsprechenden Kosten des Gegners tragen muss. Hierzu gehören auch Reisekosten und Entschädigungen für Zeitversäumnisse.

Nach Absatz (2) hat die unterliegende Partei ebenfalls die Kosten des Rechtsanwaltes der anderen Partei zu tragen. Dazu gehören alle gesetzlichen Gebühren und Auslagen, aber auch Reisekosten.

Der Prozesskostenrechner dient zur Abschätzung des gesamten Kostenrisikos für gerichtliche und außergerichtliche Verfahren. Er berücksichtigt die eigenen und gegnerischen Anwaltskosten (gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz in der am 01.08.2013 geltenden Fassung) als auch die Gerichtskosten (gemäß Gerichtskostengesetz in der am 01.01.2014 geltenden Fassung). Der Rechner kann zur Kostenberechnung von zivilrechtlichen Streitigkeiten herangezogen werden – häufig bei Rechtsstreitigkeiten zwischen Unternehmen und Privatpersonen.

klugo tipp

Falls Sie nicht in der Lage sind, Ihre Prozesskosten selbst zu tragen, können Sie auch Beratungshilfe und/oder Prozesskostenhilfe beantragen. Diese stützt sich auf die finanzielle Situation des Antragstellers.

Angaben zur Berechnung der Prozesskosten

Zur Berechnung der Prozesskosten ist die Angabe des Streitwerts bzw. Gegenstandswerts notwendig. Der Streitwert ist der geldwerte Ausdruck des jeweiligen Streitgegenstandes eines Gerichtsprozesses. Außerhalb eines Verfahrens vor Gericht spricht man vom Gegenstandswert. Konkrete Schulden oder Ansprüche gegenüber anderen werden direkt übernommen, bei Sachen erfolgt eine Wertschätzung. Der Streitwert ist maßgeblich für die Höhe der im Prozess entstehenden Gebühren für Gericht und Anwälte.

Auch die Anzahl der Mandanten und Gegner dient als Berechnungsgrundlage: Mit jedem weiteren Beteiligten erhöhen sich die Kosten des Prozesses. Der Rechner berücksichtigt zudem Besonderheiten wie die Anrechnung einer vorherigen außergerichtlichen Vertretung oder einen erhöhten Aufwand für Beweisaufnahmen.

Die Prozesskosten werden auf Grundlage des Streitwertes berechnet. Dieser bezieht sich auf den Wert der Sache, um die es im Prozess geht. Weiterhin müssen zur Berechnungsgrundlage die Anzahl der Mandanten und Gegner hinzugezogen werden. Auch ein erhöhter Aufwand oder eine außergerichtliche Vertretung werden in die Gesamtkosten einbezogen.

Entwicklung und Ausgang bestimmen Prozesskosten

Die Entwicklung des Verfahrens entscheidet maßgeblich über die Höhe der Kosten. Einigen Sie sich mit der gegnerischen Partei außergerichtlich, haben Sie in der Regel mit geringeren Kosten zu rechnen – endet der Prozess durch ein Urteil, sind die Kosten meist höher.

Läuft das Verfahren über mehrere Instanzen, entstehen zusätzliche Prozesskosten. In diesem Falle berücksichtigt der Rechner auch:

  • Verfahrensgebühren
  • Termingebühren
  • mögliche Geschäftsgebühren
  • Einigungsgebühren

Kostenlose Erstberatung zu Prozesskosten

Mithilfe des Rechners erhalten Sie eine unverbindliche Ersteinschätzung der voraussichtlichen Prozesskosten durch alle Instanzen – die Fälle der Praxis sind jedoch meist deutlich komplexer. Eine konkretere Einschätzung Ihres individuellen Falles kann daher nur ein Rechtsexperte vornehmen. Unsere Fachanwälte helfen Ihnen gerne in unserer persönlichen, kostenlosen Erstberatung und klären Ihre Fragen.

Zur gesonderten Berechnung der voraussichtlichen Kosten für einen Anwalt steht Ihnen zudem unser Anwaltskostenrechner zur Verfügung.

Abschließend fassen wir noch einmal zusammen, was Sie bei der Berechnung Ihrer möglichen Prozesskosten beachten müssen:

  • Die Berechnung von Prozesskosten ist komplex und unterscheidet sich von Fall zu Fall.
  • Grundsätzlich berechnen sich Prozesskosten auf Grundlage des Streitwertes im Prozess. Weiterhin relevant sind die Anzahl der Mandanten, die Anzahl der Gegner und die Frage, ob der Prozess gerichtlich oder außergerichtlich bestritten wird.
  • Unter Umständen können zusätzliche Prozesskosten entstehen, wenn der Streitfall durch mehrere Instanzen geht.
  • Der Prozesskostenrechner ist eine erste Orientierungshilfe. Da Prozesskosten aber eine komplexe Angelegenheit sind, macht es Sinn, sich Hilfe durch einen Anwalt zu holen. Eine Erstberatung gibt eine konkretere Einschätzung.
Wir verwenden Webseite Cookies, um Inhalte und Werbung auf unserer Webseite zu personalisieren und die Nutzung unserer Webseite auszuwerten. Auch unsere Partner erheben auf diese Weise Informationen auf unserer Webseite zu Ihrer Nutzung zu Werbe- und Analysezwecken. Durch die weitere Nutzung unserer Webseite oder dem Anklicken der Schaltfläche „Akzeptieren“ erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Sie können Cookies jederzeit deaktivieren. Weitere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierungsmöglichkeiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Akzeptieren