• Ihre Vorteile auf einen Blick:
  • Soforthilfe
  • Rechtsklarheit
  • Zeit- & Geldersparnis

Was hilft, wenn Konflikte sich verhärten?

Manchmal arten kleine Reiberein am Arbeitsplatz zu einem großen Konflikt aus, ein Streit zwischen zwei Nachbarn sorgt über mehrere Jahre für Ärger und Stress oder die Fronten zwischen zwei Familienmitgliedern verhärteten sich zunehmend. Ein friedliches Zusammensein ist dann nur noch selten möglich ist. Dabei sind es zu Beginn oft Kleinigkeiten, die einen über Jahre andauernden Konflikt auslösen.

Die meisten Konflikte ließen sich vermeiden, wenn beide Streitparteien einmal in Ruhe miteinander reden würden. Doch häufig ist die Situation bereits so verfahren, dass ein klärendes und faires Gespräch zwischen den beiden Streithähnen kaum noch möglich ist. Die Folgen sind neben Stress und Leid vor allem viel Ärger; und am Ende manchmal auch der Weg vor Gericht. Das kostet in der Regel nicht nur viel Geld, sondern vor allem auch Nerven.

Doch wie setzt man dem Konflikt ein Ende, wenn fast jedes Wort zu einem neuen Missverständnis führt? Der Weg vor Gericht ist in den seltensten Fällen wirklich nötig. Ein Rechtsstreit führt vielmehr zu einer weiteren Verhärtung der Fronten, als zu einer versöhnlichen Einigung. Daher erweist sich die Mediation häufig als sinnvolle Lösung, um beide Parteien wieder an einen Tisch zu bekommen und sich noch größeren Ärger zu ersparen.

Was ist eine Mediation?

Eine Mediation ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, in dem ein neutraler Dritter – ein Mediator – zwischen zwei zerstrittenen Parteien vermittelt. Ziel einer Mediation ist es, die Interessen und Bedürfnisse beider Konfliktparteien zu erkennen, und gemeinsam eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu entwickeln. Dabei ist es besonders wichtig, dass der Mediator als neutrale Person agiert, die beide Seiten gleichermaßen fair behandelt. Eine neutrale Person kann natürlich auch ein gemeinsamer Freund sein, der beide Seiten gut kennt und genau weiß, wo er anzusetzen hat. Die bessere und professionellere Variante ist die Hinzunahme eines ausgebildeten Mediators. Dieser bringt neben dem Vorteil der absoluten Neutralität auch das entsprechende Fachwissen mit, welchem es bedarf, um beide Streitparteien zu einer gütlichen Einigung zu bewegen.

Wie funktioniert eine Mediation?

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mediation ist, dass beide Streitparteien noch Redebereitschaft zeigen, also grundsätzlich offen für die Meinung des Anderen sind. Der Mediator übernimmt die Leitung des Gesprächs und versucht im Verlauf des Verfahrens eine Zusammenführung, und letztendlich eine Einigung beider Seiten zu erwirken. Dabei setzt er Konfliktlösungs- und Gesprächsführungsstrategien ein und erarbeitet die Interessen der beiden Parteien systematisch.

In der Regel ist eine Mediation in verschiedene Phasen gegliedert:

  • Vorbereitung und Mediationsvertrag
  • Themen und Informationssammlung
  • Interessensklärung
  • Kreative Ideensuche
  • Auswahl und Bewertung von Optionen
  • Mediationsvereinbarung und Umsetzung

Am Ende des Verfahrens steht die schriftliche Vereinbarung, in der die erarbeiteten Konfliktlösungsoptionen festgehalten werden. Diese Vereinbarung ist für beide Konfliktparteien bindend. Häufig kann durch eine Mediation der Gang zum Rechtsanwalt oder gar vor Gericht vermieden werden. Das spart nicht nur bares Geld, sondern verbessert in den meisten Fällen auch die Beziehung der beiden Streitparteien und bringt Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz zurück.

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