• Ihre Vorteile auf einen Blick:
  • Soforthilfe
  • Rechtsklarheit
  • Zeit- & Geldersparnis

Was mache ich, wenn der „Lappen“ weg ist?

Wenn der Führerschein entzogen oder ein Fahrverbot verhängt wurde, beginnt für die Betroffenen ein Geduldsspiel. Es gibt klare Regeln, wie man seinen Führerschein wiederbekommt. Und es gibt Möglichkeiten, die Wartezeit zu verkürzen.

Das Fahrverbot wird rechtskräftig, wenn nicht binnen zwei Wochen Einspruch eingelegt wurde. Ersttäter können meist selbst bestimmen, wann sie ihre Strafe antreten. Hierbei gilt eine Frist von vier Monaten. Wiederholungstäter dürfen das nicht. Sobald der zuständigen Behörde der Führerschein vorliegt, beginnt das Verbot.

Infografik - Anzahl der erteilten Fahrverbote in Deutschland.
Infografik - Anzahl der erteilten Fahrverbote in Deutschland.

Die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis muss beantragt werden. Es ist Sache der Behörde zu prüfen, ob die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Zuständig sind entweder die Gemeinde oder eine eigene Führerscheinstelle. Den Antrag kann man frühestens drei Monate, bevor die Sperrfrist abläuft, persönlich stellen.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Führerscheinentzug und Fahrverbot, helfen wir Ihnen gerne weiter:

Was benötige ich, um den Antrag auf Neuerteilung zu stellen?

Für den neuen Antrag für die Klassen A, A1, L, M, T oder B, BE (alt: Klasse 1 bzw. Klasse 3 bis 3,5 t Gesamtgewicht einschließlich Anhänger-Fahrerlaubnis) benötigt man:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Führungszeugnis
  • Aktuelles Foto
  • Einverständniserklärung für ein eventuell erforderliches medizinisch-psychologisches Gutachten
  • Sehtestbescheinigung

Bei vor 1969 ausgegebenen Führerscheinen kommt die Bescheinigung zur Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs hinzu. Eine bestandene neue Fahrprüfung wird nur dann verlangt, wenn es Zweifel gibt, dass der Antragsteller die nötigen Kenntnisse besitzt.

Wenn die Fahrerlaubnis in der Probezeit entzogen wurde, ist die Teilnahme an einem Aufbauseminar verpflichtend. Dann beginnt mit der Neuerteilung auch eine neue Probezeit. Dazu kommt die Restdauer der ersten Probezeit.

Kann ich Einspruch gegen Fahrverbot oder Führerscheinentzug einlegen?

Grundsätzlich haben Sie immer das Recht Widerspruch gegen ein Fahrverbot oder den Entzug des Führerscheins einzulegen. Ein Führerscheinentzug lässt sich zwar nicht aufheben, aber unter bestimmten Umständen besteht die Möglichkeit ihn zu verzögern, die Sperrzeit zu senken oder Auflagen wie die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) loszuwerden.

Anders ist es beim Fahrverbot: Hier lassen sich Gerichte mitunter darauf ein, das Verbot aufzuheben. Beispielsweise, wenn es eine unzumutbare Härte darstellt. Dann wird aber in der Regel ein höheres Bußgeld fällig.

Wie kann man ein Fahrverbot oder den Führerscheinentzug noch umgehen?

Gerichte können Ausnahmen von der Sperre festlegen. Das gilt für bestimmte Arten von Kraftfahrzeugen, beispielsweise Traktoren. Die Frist selbst kann nur gekürzt werden, wenn das Gericht zu der Auffassung kommt, dass sich die persönliche Lage des Verkehrssünders grundlegend geändert hat. Dies ist gegeben, wenn der Betroffene erfolgreich ein Seminar gegen Alkohol- oder Drogensucht absolviert hat.

Infografik - Anzahl der erteilten Fahrverbote in Deutschland.
Infografik - Anzahl der erteilten Fahrverbote in Deutschland.

Wer seinen Führerschein abgeben muss, weil er acht Punkte in Flensburg erreicht hat, kann frühestens nach sechs Monaten auf eine neue Fahrerlaubnis hoffen. Meist muss er die erfolgreiche Teilnahme an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung nachweisen. Diese muss auch bei Alkoholverstößen vorgelegt werden.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Führerscheinentzug und Fahrverbot, helfen wir Ihnen gerne weiter:

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