
Wie Sie Ihr Unternehmen für Arbeitnehmer attraktiver machen Tipps und Strategien für die Arbeitgeberattraktivität
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Im Jahr 2022 wurde durch das Portal „Xing“ eine umfassende Studie darüber durchgeführt, welche Aspekte bei der Suche nach einem Job besonders wichtig für Bewerber und Arbeitssuchende sind – die Arbeitgeberattraktivität galt dabei als einer der wichtigsten Punkte. Ganze 28 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie bereits einen Arbeitgeber gewechselt haben, weil sie mit dem vorherrschenden Führungsstil und dem daraus resultierenden Betriebsklima unzufrieden waren. Das macht die Arbeitgeberattraktivität zu einem wichtigen Bestandteil bei der Suche nach neuen Bewerbern, aber auch wenn es darum geht, Fachpersonal und Talente langfristig im Unternehmen zu halten.
In diesem Beitrag gehen wir genauer darauf ein, was die Arbeitgeberattraktivität ist, wie sie gemessen werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, sie zu verbessern.
Definition: Was ist Arbeitgeberattraktivität?
Die Arbeitgeberattraktivität gibt an, wie attraktiv ein Unternehmen für potenzielle Bewerber und Mitarbeiter ist. Dabei liegt der Fokus auf allen Faktoren, die Talente anziehen und langfristig an das Unternehmen binden. Eine hohe Arbeitgeberattraktivität trägt maßgeblich zur intrinsischen Motivation der Mitarbeiter bei, die sich bei einem hohen Maß an Zufriedenheit eher mit dem Unternehmen identifizieren und dadurch nicht nur länger im Unternehmen verbleiben, sondern auch eine erhöhte Arbeitsmoral aufweisen.
Wichtig für die Arbeitgeberattraktivität sind dabei vor allem die Qualitäten des Versicherungsbüros rund um das Personalmanagement und die Führung. Dadurch lassen sich vielzählige Maßnahmen ergreifen, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Die Maßnahmen beginnen bereits mit dem Onboarding und ziehen sich durch das gesamte Miteinander im Rahmen der Beschäftigung.
Welche Faktoren machen Sie als Arbeitgeber attraktiv?
Wenn Sie sich mit Ihrem Versicherungsbüro von der Konkurrenz abheben möchten, ist eine hohe Arbeitgeberattraktivität einer der wichtigsten Punkte. Es gibt viele Facetten im geschäftlichen Alltag, die sich positiv auf die Attraktivität als Arbeitgeber auswirken können. Dabei unterscheidet man gemäß der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg zwischen Hygienefaktoren (z. B. Gehalt und Sicherheit des Arbeitsplatzes) und Motivationsfaktoren (Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten). Die Hygienefaktoren stellen dabei vor allem die Zufriedenheit der Mitarbeiter sicher, während die Motivationsfaktoren das berufliche Engagement der Mitarbeiter beeinflussen.
Die wichtigsten Attraktivitätsfaktoren für Arbeitgeber sind:
Entscheidungsbefugnisse: Verschiedene Umfragen haben gezeigt, dass sich viele Mitarbeiter ein direktes Mitspracherecht innerhalb des Unternehmens wünschen. Flache Hierarchien und die Möglichkeit, einen größeren Handlungsspielraum zu nutzen, verbessern so die Arbeitgeberattraktivität.
Abwechslungsreiche Aufgaben: Jeden Tag monoton ein- und derselben Tätigkeit nachzugehen, wird schnell zu einer langweiligen Gewohnheit. Abwechslungsreiche und interessante Aufgaben stellen sicher, dass die Mitarbeiter ihre Talente nutzen können und ihr volles Potenzial im Unternehmen einbringen.
Unternehmensidentifikation: Eine sinnstiftende Arbeit sorgt nicht nur dafür, dass Mitarbeiter zufriedener sind, sondern stärkt auch die persönliche Identifikation mit dem Unternehmen – und stellt so langfristig sicher, dass Mitarbeiter im Versicherungsbüro verbleiben.
Work-Life-Balance: Als Arbeitgeber sollten Sie nicht vergessen, dass Ihre Mitarbeiter auch über ein Privatleben verfügen, das ihnen sehr wichtig ist. Wenn Sie diesen Umstand respektieren und dies durch flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice-Optionen unterstützen, können Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität deutlich steigern.
Arbeitsklima: Der Zusammenhalt innerhalb des Teams, aber auch die Rückendeckung durch die Führungsetage spielen eine wichtige Rolle bei der Arbeitgeberattraktivität.
Karriereaussichten: Die wenigsten Mitarbeiter möchten für den Rest ihres Lebens auf ein- und derselben Arbeitsposition tätig sein – Veränderung, Weiterbildung und Karriereaufstieg gehören zu den natürlichen Bedürfnissen.
Wie kann ich meine Attraktivität als Arbeitgeber steigern?
Wenn Sie die Arbeitgeberattraktivität in Ihrem Versicherungsbüro verbessern möchten, gibt es viele Faktoren, an denen Sie ansetzen können. In der Regel entscheiden sich Bewerber nicht primär aufgrund des Gehalts für einen Job - vielmehr spielen die Rahmenbedingungen innerhalb des Unternehmens eine deutlich größere Rolle. Dementsprechend groß ist die Auswahl an Möglichkeiten, mit denen Sie die Arbeitgeberattraktivität verbessern können. Wir haben die vier wichtigsten Faktoren für Sie zusammengefasst.
Moderne Unternehmensstrukturen
Moderne Unternehmenskulturen sind maßgeblicher Bestandteil einer hohen Arbeitgeberattraktivität. Veraltete Organisationsdiagramme sollten dafür der Vergangenheit angehören – eine Verteilung der Verantwortlichkeit innerhalb des gesamten Teams ist beliebter als eine strenge Hierarchie. Auf diese Weise steigern Sie nicht nur die Arbeitgeberattraktivität, sondern fördern auch gleichzeitig die Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Teams. Durch die aufgeteilte Verantwortung innerhalb des Unternehmens wird ein enges Miteinander geschaffen, das über die Abteilungsgrenzen hinausgeht und dadurch auch echte Innovationen fördert.
Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden
Nur gesunde Mitarbeiter sind wirklich leistungsfähig. Wenn Sie als Arbeitgeber die Attraktivität steigern möchten, sind Maßnahmen rund um die Gesundheitsförderung ein wichtiger Baustein, der sich auch positiv für die Außendarstellung nutzen lässt. Insbesondere Fitness, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit liegen derzeit im Trend und spielen auch für Arbeitnehmer eine wichtige Rolle. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Themenbereiche im Versicherungsbüro zu etablieren und umzusetzen.
Emotionale Gesundheit fördern: Emotionale Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeitnehmerzufriedenheit. Insbesondere in stressigen Zeiten kommt die Gesundheit jedoch oft zu kurz. Sie können gezielt Mental-Coaches buchen, um Ihre Mitarbeiter zu unterstützen, aber auch ein offenes Ohr durch die Führungskräfte ist bereits ein wichtiger Schritt. Es ist wichtig, dass Ihre Mitarbeiter wissen, dass Sie Ihnen zuhören und Ihre persönlichen Belange ernst nehmen.
Körperliche Gesundheit fördern: Viele Arbeitnehmer schätzen einen Arbeitgeber, der auch Ihre körperliche Gesundheit fördert. Sofern der Platz im Versicherungsbüro es zulässt, können Sie direkt vor Ort Trainingskurse anbieten. Das hält nicht nur fit, sondern fördert auch den Teamgeist. Alternativ bietet sich auch eine Arbeitnehmermitgliedschaft in einem Fitnessstudio in der Nähe des Arbeitsplatzes an, um die Gesundheit zu fördern. Zudem können Sie mit ergonomischer Büroeinrichtung die Grundlage schaffen, damit Ihre Mitarbeiter gesund bleiben.
Betriebliches Gesundheitsmanagement: Machen Sie deutlich, dass Ihnen die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter nicht nur in der Kommunikation wichtig ist, indem Sie diesen Aspekt auch in die Unternehmensstrategie und die Führungskultur aufnehmen. Taten zeigen mehr als Worte.
Betriebliche Altersvorsorge: Gesundheit ist nicht nur temporär wichtig, sondern auch mit zunehmendem Alter. Mit einer betrieblichen Altersvorsorge helfen Sie Ihren Mitarbeitern, auch im Rentenalter optimal versorgt zu sein – und stärken so gleichzeitig Ihre Attraktivität als Arbeitgeber.
Weiterbildungs- und Aufstiegschancen
Kein Mitarbeiter möchte dauerhaft auf derselben Position im Versicherungsbüro „feststecken“. Stillstand bedeutet Unzufriedenheit – und ist damit nicht förderlich für die Arbeitgeberattraktivität. Der Wunsch nach einer neuen Herausforderung ist menschlich und sollte daher auch im beruflichen Alltag berücksichtigt werden. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich individuell weiterzubilden und ihre persönlichen Stärken und Talente ins Unternehmen einzubringen. So haben sie ein Ziel, auf das sie hinarbeiten können und sind generell zufriedener im Unternehmen.
Aber auch Sie als Arbeitgeber profitieren von Weiterbildungen und Fortbildungen – Fachkräfte werden noch spezifischer geschult und können ihre neuen Fähigkeiten gewinnbringend im Versicherungsbüro einbringen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich die Fort- und Weiterbildungen für Ihre Mitarbeiter auch lohnen – beispielsweise durch einen Karriereaufstieg, mehr Verantwortung oder eine Gehaltserhöhung.
Ansprechende Stellenanzeigen und Karriereseiten
Arbeitgeberattraktivität beginnt mit dem ersten Eindruck. In der modernen Welt, in der Fachkräfte verzweifelt gesucht werden, sollte schon bei Stellenausschreibungen der Bewerber im Mittelpunkt stehen. Dabei entscheiden sich Bewerber häufig nicht für die freie Stelle, die das höchste Gehalt bietet, sondern tendieren eher zu Jobs, die ihnen das größtmögliche Entfaltungspotenzial bieten. Machen Sie daher bereits in Stellenausschreibungen deutlich, dass Ihnen das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter wichtig ist. Design, Tonalität und Angebot sollten möglichst spezifisch auf die Zielgruppe ausgerichtet sein und aus gängigen Anzeigen hervorstechen. Machen Sie als Arbeitgeber auf sich aufmerksam und werben Sie gezielt mit den Vorteilen, die mit denen Ihrer Mitarbeiter in Ihrem Versicherungsbüro einhergehen – aber verzichten Sie dabei auf leere Versprechungen, die im Anschluss nicht eingehalten werden können.
Wie kann man seine Arbeitgeberattraktivität messen?
Die Arbeitgeberattraktivität innerhalb eines Unternehmens lässt sich ganz einfach messen, wenn Sie in den direkten Austausch mit den Mitarbeitenden gehen. Stellen Sie gezielt Fragen, die darauf abzielen, die Zufriedenheit Ihres Personals zu ermitteln – so erhalten Sie nicht nur ein direktes Feedback, sondern können auch direkt Verbesserungsvorschläge entwickeln.
Es gibt verschiedene Methoden, die Mitarbeiter zu befragen. Jede geht dabei mit individuellen Vor- und Nachteilen einher:
Schriftliche Mitarbeiterbefragungen: Schriftliche und anonyme Mitarbeiterbefragungen haben den Vorteil, dass Sie ehrliche Antworten erhalten, da Mitarbeiter keine Konsequenzen befürchten müssen. Zudem sind sie mit wenig Zeitaufwand durchführbar und können regelmäßig wiederholt werden. Emotionale Facetten kommen bei dieser Art der Befragung jedoch häufig zu kurz.
Persönliche Gespräche mit Mitarbeitern: In dieser Form der Befragung können Sie den Fokus auf die emotionalen Facetten legen und gezielt die Zufriedenheit abfragen. Es handelt sich jedoch um eine relativ zeitaufwändige und komplexe Methode, die gründlich vorbereitet werden sollte. Außerdem besteht das Risiko, dass die Mitarbeiter nicht offen sind, da sie im Gespräch bei Kritik oder der Äußerung von Unzufriedenheit berufliche Konsequenzen befürchten.
Analyse durch eine neutrale Person: Spezialisierte Fachleute, die die Arbeitgeberattraktivität durch Beobachtung messen, ermöglichen eine sachliche und fachliche Beurteilung. Dabei werden jedoch die persönlichen und emotionalen Facetten der Arbeitgeberattraktivität nicht berücksichtigt.
Natürlich ist auch eine Kombination der verschiedenen Fragemethoden möglich, wenn Sie einen wirklich authentischen Eindruck von ihrer bisherigen Arbeitgeberattraktivität erhalten möchten.
Wenn Sie sich rund um Mitarbeiterbefragungen und Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität auch rechtlich absichern möchten, steht Ihnen unser Partner KLUGO beratend zur Seite.