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Umweltzonen in Europa – das ist zu beachten

In diversen Ländern der Europäischen Union sind mittlerweile Umweltzonen eingerichtet. Diese Umweltzonen beschränken die Zufahrt zu bestimmten Städten oder Stadtteilen, in vielen Fällen ist eine Umweltplakette erforderlich. Wer mit dem Auto oder einem Wohnwagen in den Urlaub fahren will, sollte sich deshalb vorab informieren.

Was ist eine Umweltzone?

Umweltzonen sind Bereiche, die als Teil der EU- Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG für eine bessere Luftqualität sorgen sollen. Diese Zonen sind für Fahrzeuge nur begrenzt befahrbar, etwa mit einer Umweltplakette, in einigen Ländern abhängig von den Abgaswerten der Fahrzeuge. Meist befinden sie sich in städtischen Ballungsräumen, wo Emissionen und Smog in der Vergangenheit verstärkt zum Problem wurden und teilweise trotz sämtlicher Maßnahmen noch immer ein Problem sind. Insgesamt gibt es in ganz Europa etwa 300 Umweltzonen.

In diesen europäischen Ländern haben Städte und Gemeinden Umweltzonen eingerichtet:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Niederlande
  • Belgien
  • Schweiz
  • Frankreich
  • Italien
  • Spanien
  • Portugal
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Dänemark
  • Schweden
  • Finnland
  • Norwegen
  • Tschechien
  • Ungarn

Durch welche Verkehrszeichen lässt sich eine Umweltzone erkennen?

In Deutschland gibt es für Umweltzonen spezielle Verkehrszeichen. Es handelt sich um quadratische Schilder mit einem unausgefüllten roten Kreis. Im Kreis steht Umwelt, darunter steht Zone. Auf einem rechteckigen Zusatzschild werden die Plaketten gezeigt, mit denen die Zone befahren werden darf.

In welchen Ländern gibt es Bereiche mit einem Dieselfahrverbot?

In einigen Ländern, die bisher Umweltzonen eingerichtet haben, gibt es zusätzlich Fahrverbote für Dieselfahrzeuge aller oder bestimmter Schadstoffklassen.

In vielen Fällen sind die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge auch zeitlich begrenzt, oder betreffen nur einzelne besonders belastete Straßen:

  • Belgien (Antwerpen, Brüssel): Euro 0-2 Diesel
  • Dänemark (Kopenhagen, Aalbourg, Aarhus, Odense): Diesel-KFZ über 3,5 t
  • Deutschland (Berlin, Darmstadt, Hamburg, Stuttgart, weitere Städte geplant): Euro 1-5 Diesel (1-4 in Stuttgart)
  • Frankreich (verschiedene Städte, Paris Mo.–Fr., 8–20 Uhr): Euro 0-2 Diesel
  • Frankreich (Paris Zentrum): Euro 0-3 Diesel jeden 1. Sonntag im Monat
  • Italien (Mailand): Euro 0-3 Diesel
  • Italien (Veneto, Piemont, Emilia Romagna, weitere Orte über 30.000 Einwohner): Euro 0-3 Diesel jährlich vom 01.10. bis 31.03.
  • Niederlande (Arnhem): Diesel mit Zulassungsdatum vor 2005
  • Niederlande (Rotterdam, Utrecht): Euro 0-2 Diesel
  • Norwegen (Oslo, Bergen): alle Diesel-KFZ von 6–22 Uhr bei hoher Luftverschmutzung
  • Schweden (verschiedene Städte): Diesel-KFZ über 3,5 t

Weitere Fahrverbote bestehen für Benziner bestimmter Schadstoffklassen, ausländische Fahrzeuge, LKWs oder Wohnmobile. In jedem Fall ist es wichtig, sich vor der Reise über die Regelungen im Zielland zu informieren.

Was müssen Sie in Ihrem Reiseland beachten?

In Frankreich gibt es permanent gültige Zonen, die ZCR, und die wetterabhängigen ZPA beziehungsweise ZPAd. Wird per Luftverschmutzungsalarm eine ZPA ausgerufen, werden die Dauer, das Gebiet sowie die in diesem Zeitraum und in diesem Gebiet zulässigen Umweltvignetten benannt. Die „Certificat qualité de l'air“ genannten Umweltplaketten sind kostenpflichtig.

In Italien sind die Regelungen oft unabhängig von der Schadstoffklasse des Fahrzeugs, vielmehr gibt es sogenannte ZTL-Zonen, in denen das Verkehrsaufkommen absichtlich reduziert wird. In Madrid in Spanien kann man vorab beim Büro von Madrid Central beziehungsweise per Online-Registrierung eine Einfahrberechtigung beantragen.

In Belgien besteht eine Registrierungspflicht für deutsche Fahrzeuge, ebenso wie in Großbritannien im Großraum London. In den Niederlanden wird die Schadstoffgruppe eines Fahrzeugs über das Kennzeichen ermittelt, anstatt über eine Plakette. Aus diesem Grund gibt es dort Ausnahmen für Fahrzeugführer aus dem Ausland, ebenso wie in Großbritannien, Griechenland und Italien.

Aufenthalte im Ausland gehen oft mit besonderen rechtlichen Regelungen einher. Umweltplaketten sind nur eines der Themen, mit denen man sich vor einem Urlaub beschäftigen sollte.  Reiseversicherungen sind ein weiterer Punkt, über den Sie sich bei KLUGO informieren können. Falls Sie weitere Fragen vor Ihrer Reise ins Ausland haben sollten, kontaktieren Sie und und wir vermitteln Ihnen den passenden Anwalt

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