Deutschlandticket, Mindestlohn & Verkehr Was sich 2026 ändert: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
Auf dieser Seite
Das neue Jahr steht vor der Tür – und mit ihm kommen einige Veränderungen, die dein Portemonnaie, deinen Alltag und deine Planung direkt beeinflussen. Ob du pendelst, einen Minijob hast, Familie oder ein Auto: 2026 bringt mehr Geld, neue Regeln und auch ein paar Herausforderungen mit sich. Hier erfährst du, was konkret auf DICH zukommt – und wie du das Beste daraus machst.
Was sich 2026 ändert ☝️ Das Wichtigste in Kürze
Das Deutschlandticket wird teurer, bleibt aber ein Sparangebot für Vielfahrer, nutze es clever für Pendeln und Freizeit.
Mehr Netto durch höhere Minijob-Grenze, Pendlerpauschale und Mindestlohn – prüfe, was für dich drin ist!
Rentner können steuerfrei hinzuverdienen und Familien bekommen mehr Kindergeld – aber Krankenkassenbeiträge steigen.
1. Deutschlandticket soll ab Januar 63 Euro kosten
Ab Januar 2026 steigt der Preis des Deutschlandtickets im Nahverkehr von 58 Euro auf 63 Euro pro Monat. Die Verkehrsminister der Länder beschlossen die Preiserhöhung auf einer Sonderkonferenz in München. Hintergrund ist ein Finanzstreit mit dem Bund, der die Finanzierung des Tickets neu regeln möchte.
👉 Für dich bedeutet das: Wer regelmäßig Bus und Bahn nutzt, muss etwas mehr einplanen. Dafür bleibt das Ticket weiterhin ein flexibles Angebot für Pendler, Studierende und Freizeitfahrten.
2. Höhere Kosten für Autofahren
2026 steigen die Kosten rund ums Auto: Spritpreise, Kfz-Steuern und Versicherungsbeiträge dürften deutlich zulegen. Grund dafür sind steigende Energiepreise, Inflation und neue gesetzliche Abgaben.
👉 Für dich bedeutet das: Plane dein Budget für Auto oder Pendeln realistischer ein und prüfe, ob alternative Verkehrsmittel wie Bahn, Fahrrad oder Fahrgemeinschaften infrage kommen. So kannst du langfristig Geld sparen. Mehr dazu hier.
3. Minijobs
Die Verdienstgrenze für Minijobs wird ab 2026 auf 603 € pro Monat erhöht. Damit können geringfügig Beschäftigte etwas mehr dazuverdienen, ohne dass Sozialabgaben fällig werden. Die Anpassung soll die Lohnentwicklung und Inflation berücksichtigen.
👉 Für dich bedeutet das: Du kannst als Minijobber mehr Geld verdienen und bleibst gleichzeitig sozialversicherungsfrei. Das kann besonders für Studierende oder Nebenjobber interessant sein.
4. Entfernungspauschale
Ab 1. Januar 2026 wird die Entfernungspauschale auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer angehoben. Bisher galt diese Erhöhung nur für längere Pendelstrecken. Damit soll das Pendeln stärker steuerlich entlastet werden.
👉 Für dich bedeutet das: Wer lange zur Arbeit pendelt, kann künftig mehr bei der Steuer absetzen. Das kann deine jährliche Steuerlast merklich senken.
5. Umsatzsteuer in der Gastronomie
Ab dem 1. Januar 2026 werden Speisen in Restaurants und Cafés mit dem reduzierten Steuersatz von 7 % besteuert. Getränke bleiben weiterhin bei 19 %. Die Senkung soll die Gastronomie entlasten, die seit Jahren mit stark gestiegenen Lebensmittel-, Energie- und Personalkosten zu kämpfen hat.
👉 Für dich bedeutet das: Die Preise für Essen im Restaurant könnten stabil bleiben, aber ein spürbarer Rückgang ist unwahrscheinlich. Viele Gastronomen geben die Steuersenkung nicht direkt an die Gäste weiter, sondern nutzen sie, um höhere Kosten (z. B. steigender Mindestlohn, Energie) abzufedern.
6. Behindertenstatus
Ab 1. Januar 2026 wird der Nachweis des Behindertenstatus (z. B. für den Behinderten‑Pauschbetrag) bei neuen Feststellungen nicht mehr über Papiereingaben beim Finanzamt erbracht. Stattdessen übermitteln die zuständigen Behörden die relevanten Daten direkt elektronisch, was den Verwaltungsaufwand reduziert und die Bearbeitung beschleunigen soll.
👉 Für dich bedeutet das: Weniger Papierkram, schnellere Bearbeitung deiner Unterlagen und ein einfacher Zugriff auf relevante Informationen. Dein Antrag wird künftig deutlich unkomplizierter.
7. Einführung der Aktivrente
Ab 2026 wird die Aktivrente eingeführt – ein steuerlicher Anreiz für Menschen, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter berufstätig sind. Ziel ist es, zusätzliche Einkünfte steuerfrei zu ermöglichen und so die individuelle Altersvorsorge zu verbessern. Die Aktivrente ist kein eigenes Rentenprodukt, sondern ein Steuerbonus für freiwillig Beschäftigte im Rentenalter.
👉 Für dich bedeutet das: Du kannst durch Weiterarbeit nach der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei dazuverdienen. So lässt sich dein Einkommen im Alter flexibel erhöhen, was langfristig lohnend sein kann.
8. Hinzuverdienstgrenzen
Die Hinzuverdienstgrenzen bei Renten wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung steigen ab 2026. Das heißt, wer neben der Rente arbeitet, darf mehr verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Ziel ist es, Erwerbstätige finanziell zu entlasten und ihre Motivation zur Arbeit zu fördern.
👉 Für dich bedeutet das: Wenn du neben der Rente noch arbeitest, kannst du ab 2026 mehr Geld dazuverdienen. Die genaue Höhe der neuen Grenzen hängt von deiner individuellen Situation ab, kann deine finanzielle Lage aber deutlich verbessern.
9. Entgelttransparenz
Ab Juni 2026 gilt die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie. Arbeitnehmer erhalten stärkere Auskunftsrechte bei ungleicher Bezahlung und können prüfen, ob sie fair vergütet werden. Ziel ist es, Lohndiskriminierung zu reduzieren und Transparenz zu schaffen.
👉 Für dich bedeutet das: Du kannst künftig besser prüfen, ob du gerecht bezahlt wirst und Ungleichheiten leichter ansprechen. Das stärkt dein Recht auf faire Bezahlung im Job.
10. Mindestlohn
Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab 2026 auf 13,90 € pro Stunde. Das betrifft Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Ziel ist es, die Kaufkraft zu stärken und faire Löhne zu sichern.
👉 Für dich bedeutet das: Viele Arbeitnehmer verdienen ab 2026 mehr – ein direkt spürbares Plus auf dem Gehaltszettel. Gerade in Branchen mit niedrigem Lohnniveau wirkt sich das positiv aus.
11. Krankenkassen werden 2026 teurer
Ab 2026 steigen die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen. Auch private Versicherungen planen teilweise deutliche Anpassungen. Grund sind steigende Gesundheitskosten und eine allgemeine finanzielle Belastung der Kassen.
👉 Für dich bedeutet das: Prüfe deine Krankenversicherung und plane mögliche Mehrkosten frühzeitig ein. So vermeidest du Überraschungen und kannst besser haushalten.
12. Kindergeld steigt erneut
Zum 1. Januar 2026 steigt das Kindergeld um vier Euro und beträgt nun 259 Euro pro Kind und Monat. Mit der Erhöhung sollen Familien angesichts steigender Lebenshaltungskosten zusätzlich entlastet werden. Auch wenn die Anpassung eher klein ist, bietet sie dennoch eine spürbare Unterstützung im Familienbudget.
👉 Für dich bedeutet das: Du bekommst pro Kind etwas mehr finanzielle Hilfe, das kann sich im Alltag und bei den monatlichen Ausgaben bemerkbar machen.