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Teambuilding: Ideen und Maßnahmen für bessere Teamarbeit im Unternehmen

01.04.2022
4 Min Lesezeit
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Die Arbeit in Teams prägt schon lange die Zusammenarbeit von Kollegen im Unternehmen. "Miteinander statt Nebeneinander" lautet die Devise – doch wie stellt man ein gutes Team zusammen? Für Führungskräfte und Entscheider ist das Teambuilding nicht immer einfach und erfordert nicht nur Menschenkenntnis, sondern auch Feingefühl für die zwischenmenschliche Dynamik.

Wieso ist Teambuilding wichtig?

Teamarbeit ist aus unternehmerischer Sicht ein unersetzbarer Baustein für effizientes Arbeiten und den wirtschaftlichen Erfolg. Studien belegen, dass gute Teamarbeit die Arbeitsatmosphäre verbessert und bei Beschäftigten zu mehr Zufriedenheit führt. Allerdings ist die Zusammenstellung von funktionierenden Teams nicht immer einfach und von verschiedenen Rahmenbedingungen abhängig. Grundsätzlich gilt: Für gute Teams sind Teambuilding-Maßnahmen unerlässlich. Sie helfen bei der Entwicklung hin zum perfekten Team. Führungskräfte sollten dabei berücksichtigen, dass Teams nicht von jetzt auf gleich entstehen: Sie durchlaufen klassischerweise einen Entwicklungsprozess, der durch fünf verschiedene Phasen gekennzeichnet ist.

Teambuilding: Wie entsteht ein wirkliches Team?

Experten gehen davon aus, dass ein Team nicht einfach "aus dem Nichts" entsteht, sondern aus einer losen Gruppe von Personen die zu einem Team zusammenwächst. Dabei lassen sich in der Regel fünf Abschnitte bzw. Phasen beobachten, die das Teambuilding maßgeblich kennzeichnen. Dazu gehört:

  1. Orientierungsphase (Forming)

  2. Konfrontationsphase (Storming)

  3. Kooperationsphase (Norming)

  4. Wachstumsphase (Performing)

  5. Auflösungsphase (Adjourning)

Nicht alle Phasen des Teambuildings stellen sich auf den ersten Blick als förderlich und wortwörtlich "teambildend" dar. Dies gilt insbesondere für die Konfrontationsphase. Sie ist geprägt von Machtkämpfen und dem Wunsch der Teammitglieder, sich in der Gruppe zu behaupten.

Wichtig zu wissen: Nicht wenige Teams kommen über die Konfrontationsphase nicht hinaus, sondern scheitern hier final. Nur Teams, die in der Konfrontationsphase Kompromisse finden und einen gemeinsamen Konsens entwickeln, schaffen es aus dieser Phase hinaus und können sich weiter zum funktionierenden Team formen.

Wie lässt sich das Teambuilding aktiv unterstützen?

Die Zusammenstellung eines Teams, also das eigentliche Teambuilding, sollte im Unternehmen für die weitere Entwicklung des Teams Unterstützung durch Führungskräfte und Entscheider erfahren. Dabei haben sich spezielle Teambuilding Maßnahmen bewährt, die in der Regel auf spielerische Art und Weise den Teammitgliedern zeigen, welche Stärken ein funktionierendes Team mit sich bringt und wie sich jeder einzelne auf die anderen verlassen kann. Ziel dieser Maßnahmen ist immer, die Bindung zwischen den Mitgliedern im Team zu stärken und die Rollenzuordnung innerhalb der Gruppendynamik zu erleichtern.

Welche Maßnahmen und Ideen helfen beim Teambuilding?

Abhängig von der jeweiligen Phase des Teambuildings, können unterschiedliche Aktivitäten und Events den Prozess unterstützen.

1. Ideen für die Orientierungsphase

Da sich die Teammitglieder in der Orientierungsphase erst noch kennenlernen müssen, bieten sich Maßnahmen an, die den Zugang zu den anderen erleichtern. Dazu zählen zum Beispiel spielerische Maßnahmen wie

  • Namensspiele in jeder Form.

  • "Zwei Wahrheiten, eine Lüge": Jeder überlegt sich zwei persönliche Wahrheiten und eine Lüge. Die restlichen Teammitglieder müssen abstimmen, welche Aussage die Lüge beinhaltet. Um das Spiel zu intensivieren, kann jedes Teammitglied eine Frage formulieren.

  • Scharade

2. Ideen für die Konfrontationsphase

In der Konfrontationsphase sind Konflikte an der Tagesordnung. Teambuilding Maßnahmen sollten darauf ausgerichtet sein, problematische Situationen zu entschärfen und einen gemeinsamen Konsens zu fördern. Das funktioniert mit gruppendynamischen Spielen wie

  • Escape-Room

  • Teppich-Spiel: Alle Teammitglieder stehen auf einem Teppich (alternativ auf einer großen Plane). Nun muss der Teppich umgedreht werden, ohne dass einer der Mitspieler den Boden berührt. Hilfsmittel sind verboten.

  • Tauziehen: Für Outdoor- und Indoor-Maßnahmen geeignet. Das Team muss nicht nur sprichwörtlich an einem Strang ziehen, um ans Ziel zu gelangen.

3. Ideen für die Kooperationsphase

Sind die Hürden aus der Konfrontationsphase geschafft, gilt es, das bereits vorhandene Vertrauen zu vertiefen. Dazu eignen sich Ideen wie

  • Stehaufmännchen: Ein Mitspieler stellt sich in den Kreis der Teammitglieder. Mit verbundenen Augen muss er sich in eine Richtung fallen lassen – und darauf vertrauen, aufgefangen und wieder aufgerichtet zu werden.

  • Blindes Führen: Besonders als Outdoor-Maßnahme geeignet. In Zweierteams wird das Gelände erkundet, dabei hat jeweils einer aus dem Team die Augen verbunden und wird vom anderen geführt.

4. Wachstumsphase & Auflösungsphase

Wenn das Team steht, ist Wachstum gefragt. Auch hier sind Maßnahmen sinnvoll und können das Team noch effizienter und stärker machen. Aber Achtung: Teams werden in der Regel zusammengestellt, um ein bestimmtes Projekt zu bearbeiten – ist das Projekt geschafft, ist die Auflösungsphase beinahe unumgänglich. Ebenso normal ist es, dass Teams auch in einer späten Phase des Teambuildings noch scheitern. Etwa, weil die Zusammenarbeit doch nicht klappt oder unüberwindbare Differenzen das Team auseinanderbringt.

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