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Commerzbank Stellenabbau

Die Commerzbank befindet sich inmitten von grundlegenden Umstrukturierungsmaßnahmen. Dazu gehört die Ausdünnung des Filialnetzes und ein entsprechender Stellenabbau. Die weltweite COVID 19-Pandemie hat dem Unternehmen erneut zugesetzt. Nicht nur Kreditausfälle, sondern auch das veränderte Kundenverhalten sorgen für Verluste – bei der Commerzbank wird daher in dieser Woche darüber diskutiert, zusätzliche Stellen abzubauen.

Wieso schließt die Commerzbank Filialen?

Die letzten Jahre waren für die Commerzbank nur mäßig erfolgreich. Die bisher verfolgte Strategie des Finanzinstitutes hatte regelmäßig die gesetzten Ziele verfehlt und sogar der Bund als Inhaber des größten Aktienanteils hatte zuletzt externe Experten damit beauftragt, die Unternehmensstrategie einer genauen Prüfung zu unterziehen.

Entscheidend für die Zukunft der Commerzbank ist daher die künftige Ausrichtung. Bereits im Herbst 2019 kündigte die Aktiengesellschaft daher den Abbau von 4300 Stellen und die Schließung von 200 Filialen an – das Sparpaket ist darauf ausgerichtet, insgesamt 600 Millionen Euro einzusparen.

Welchen Einfluss hat die Coronavirus-Pandemie?

Die Coronavirus-Pandemie hatte dramatische Folgen für die Weltwirtschaft – das gilt gerade auch für Deutschland. Der Lockdown der letzten Wochen bzw. Monate hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich das Konsumverhalten der Verbraucher von Grund auf geändert hat. Dazu gehört das digitale Banking, aber auch Kreditausfälle: Verbraucher und Unternehmen sind durch Corona mehr und mehr in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Dementsprechend mussten Kreditinstitute ihre Rücklagen vergrößern, um das Kreditrisiko zu reduzieren: Bei der Commerzbank sorgte Corona im ersten Quartal so für einen Verlust von 295 Millionen Euro.

Wenig erstaunlich also, dass jetzt zu den ohnehin geplanten Stellenstreichungen und Filialschließungen ein weiterer Stellenabbau diskutiert wird. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei auch der Großaktionär Cerberus: Der US-Fonds hält fünf Prozent der Commerzbank-Aktien und fordert aktuell ein strengeres Vorgehen der Commerzbank-Führung, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern.

Die Mitarbeiter der Commerzbank fürchten nun zu Recht um ihren Job: Sollte sich der US-Aktionär mit seinen Forderungen durchsetzen, wird es aller Voraussicht nach zu weiteren betriebsbedingten Kündigungen kommen. Trotz der Aussicht auf hohe Abfindungen von mindestens 20.000 Euro: Arbeitnehmervertreter sind aufgrund der drohenden Kündigungswelle bei der Commerzbank beunruhigt und stellen sich gegen betriebsbedingte Kündigungen.

Was können Mitarbeiter der Commerzbank jetzt tun?

Der Betriebsrat der Commerzbank hat bereits angekündigt, sich massiv gegen betriebsbedingte Kündigungen stellen zu wollen. Dabei stehen auch Forderungen nach Altersteilzeitmodellen im Raum – diese können die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen ebenfalls reduzieren, erfordern aber die entsprechenden finanziellen Mittel auf Commerzbank-Seite. Daher gilt: Mitarbeiter sollten Ruhe bewahren und abwarten, was der Aufsichtsrat offiziell mitteilt.

Die Gewerkschaft Verdi hat in diesem Zusammenhang erneut darauf hingewiesen, dass die Interessen der Arbeitnehmer unbedingt zu wahren sind und sich für eine Annäherung der scheinbar widerstreitenden Positionen von Mitarbeitern und Investoren ausgesprochen.

Kommt es dennoch zu Massenentlassungen von Mitarbeitern durch Betriebsschliessungen, empfiehlt sich die juristische Unterstützung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt.

Wie hilft KLUGO den Betroffenen des Commerzbank-Stellenabbaus?

KLUGO hilft betroffenen Arbeitnehmern mit einem bundesweiten Netzwerk an Partneranwälten bei:

  • Überprüfung der Kündigung in Bezug auf ihre Rechtmäßigkeit
  • Überprüfung des Abfindungsangebotes
  • Kündigungsschutzklage vor dem zuständigen Arbeitsgericht

Die Unterstützung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt hilft bei betriebsbedingten Kündigungen, um die eigene Situation bewerten zu können. Juristische Schritte können sich ebenfalls aus den konkreten Rahmenbedingungen anbieten. Das gilt gerade auch in Bezug auf einen potenziellen Verstoß gegen Kündigungsschutzvorschriften.

Das Thema  Arbeitsrecht hat durch die COVID 19-Pandemie völlig neue Aspekte erhalten und Themen wie Kurzarbeit und Kündigungen haben für viele Arbeitnehmer an Brisanz gewonnen. Wir helfen Ihnen bei allen möglichen Aspekten im Rahmen einer Erstberatung. Hier erhalten Ratsuchende bei KLUGO alle notwendigen Informationen und Tipps für den individuellen Beratungsbedarf. Treten Sie mit uns in Kontakt!

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Dann nutzen Sie einfach die KLUGO Rechtsberatung. Die Rechtsberatung ist ein Telefongespräch mit einem zertifizierten Anwalt aus unserem Netzwerk.