• Ihre Vorteile auf einen Blick:
  • Soforthilfe
  • Rechtsklarheit
  • Zeit- & Geldersparnis

Was es über das Sorgerecht und Umgangsrecht zu wissen gibt

Wenn eine Ehe scheitert, gilt es einiges zu beachten. Vor allem bei gemeinsamen Kindern, müssen Regelungen für deren Wohl gefunden werden. Zwei wichtige Eckpfeiler sind dabei das Sorge- und Umgangsrecht.

Was verbirgt sich hinter dem Sorgerecht?

Das Sorgerecht ist ein im Gesetzbuch genau geregeltes Recht, welches sich mit der Personen- und Vermögenssorge des Kindes befasst. Es umfasst sowohl die Befugnis als auch die Verpflichtung des Sorgenden, Entscheidungen der Lebensführung für das Kind zu treffen.


Welche Bereiche umfasst das Sorgerecht?

Das Sorgerecht umfasst die:

     
  • medizinische Versorgung
  •  
  • Ernährung
  •  
  • Kleidung

  • Unterkunft

  • Versorgung mit Spielsachen, Schulsachen, etc.

Ebenso darf der Elternteil, dem das Sorgerecht zugesprochen wird, Entscheidungen in Fragen der Schulbildung treffen und die Vermögenswerte des Kindes verwahren und verwalten.

Infografik - Sorgerecht.
Infografik - Sorgerecht.

Wann das Sorgerecht bestimmt wird

Sind die Eltern des Kindes verheiratet, so haben sie in der Regel ein geteiltes Sorgerecht. Schwierig wird es dann, wenn es zur Trennung oder Scheidung kommt. Hier muss die Sorgerechtsfrage neu geklärt werden. Es kann sein, dass das Sorgerecht bei beiden Elternteilen bleibt. In vielen Fällen entscheidet sich das Gericht aber auch für nur einen Elternteil und wählt ein alleiniges Sorgerecht. Fällt die Option der elterlichen Sorge weg, so können auch Dritte das Sorgerecht einklagen oder zugesprochen bekommen. Das Sorgerecht können Sie beim Jugendamt beantragen. Dieses kann in bestimmten Fällen, die das Wohl des Kindes gefährden, auch das Sorgerecht entziehen.

Was es mit dem Umgangsrecht auf sich hat

Das Umgangsrecht bezieht sich im Gegensatz zum Sorgerecht nicht auf die Personen- und Vermögenssorge, sondern gibt Ihnen das Recht, Kontakt und Umgang mit Ihrem Kind zu pflegen. Andersherum verbirgt sich hinter dem Umgangsrecht aber auch das Recht des Kindes, Kontakt mit seinen Elternteilen zu halten. Auch anderen Familienmitgliedern kann ein Umgangsrecht zugesprochen werden, wie zum Beispiel Geschwistern oder Großeltern.

Wo ist das Umgangsrecht geregelt?

Im Gegensatz zum Sorgerecht ist das Umgangsrecht nicht genauer gesetzlich definiert. Der § 1684 BGB bestimmt lediglich, dass es ein Umgangsrecht gibt bzw. eine Pflicht auf Umgang. In welcher Form die Umgangsregelung stattfindet und wie die genauen Vereinbarungen auszusehen haben, ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Hier wird im Einzelfall entschieden und sich an früheren Entscheidungen und Erfahrungen orientiert.

Wie wird das Umgangsrecht geregelt?

Im besten Falle wird das Umgangsrecht zwischen den Parteien außergerichtlich und einvernehmlich vereinbart und geregelt. In der Realität ist dies gerade im Falle von Trennungen aber häufig schwierig, sodass die Entscheidungen meist gerichtlich gefällt werden. Hierzu müssen Sie einen Antrag auf Umgangsregelung beim Familiengericht einreichen. Dieses legt dann die näheren Bestimmungen fest. Sie können auch das Umgangsrecht einklagen und vollstrecken, wenn die Umsetzung anders nicht möglich ist, weil eine Partei sich querstellt. Andersherum kann das Umgangsrecht auch eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Auch ein Begleitumgangsrecht ist denkbar, sodass bei Besuchen eine dritte Person anwesend sein muss. Bei allen Entscheidungen steht immer zuerst das Kindeswohl im Vordergrund.

Im Rahmen der kostenlosen Erstberatung gehen unsere KLUGO Rechtsanwälte gerne auf Ihre individuelle Situation ein.


 

Drucken E-Mail