Fakten zur Bauvoranfrage

Eine Bauvoranfrage sorgt dafür, dass schon nach wenigen Wochen bekannt ist, ob ein Bauvorhaben rechtlich zulässig ist. Bei diesem Verfahren sind der Bauherr und die Baubehörde beteiligt. Das Verfahren ist mit einer Gebühr zu bezahlen.

Der Ablauf einer Bauvoranfrage

Eine Bauvoranfrage gibt Ihnen die Möglichkeit, bereits nach wenigen Wochen zu erfahren, ob Ihr Bauvorhaben planungsrechtlich zulässig ist. Dies ist besonders relevant, wenn Sie ein Grundstück mit dem Ziel erwerben wollen, dieses zu bebauen.

§ 73: Niedersächsische Bauordnung


Nach § 73 Abs. 1 der Niedersächsischen Bauordnung (vergleichbar mit Bauordnungen anderer Länder) ist auf Antrag über eine Baumaßnahme zu entscheiden. Dies gilt auch für Übereinstimmungen mit dem städtebaulichen Planungsrecht. Der Bauvorbescheid erlischt laut § 73 Abs. 2 nach drei Jahren, sofern nicht innerhalb dieser Zeit ein Bauantrag gestellt wird.

Wenn Sie eine Bauvoranfrage stellen, ist es wichtig, dass Sie möglichst genaue Angaben machen, denn je präziser Ihre Angaben zum Bauvorhaben sind, umso exakter sind auch die Auskünfte, die Sie im weiteren Ablauf erhalten. Unterlagen, die Sie einreichen sollten, sind unter anderem:

  • Liegenschaftskarten
  • Bauvorantrag (Muster sind auf der Seite der zuständigen Behörde herunterzuladen)
  • Auszüge aus dem Grundbuch
  • Gebäudeabmessungen
  • Angabe zur genauen Lage der geplanten Gebäude

Diese Unterlagen werden im Anschluss geprüft. Sie erhalten innerhalb weniger Wochen eine Antwort auf Ihre Bauvoranfrage.

Beteiligte an einer Bauvoranfrage

An einer Bauvoranfrage sind in der Regel folgende Parteien beteiligt:

  • Bauherr
  • Baubehörde
  • Architekten und Rechtsanwälte

Beim Stellen einer Bauvoranfrage müssen nur der Bauherr und die zuständige Baubehörde beteiligt sein. Beratend dürfen aber auch bereits Architekten oder bei rechtlich komplizierteren Themen eine Rechtsberatung tätig werden.

Kosten einer Bauvoranfrage

Das Stellen einer Bauvoranfrage kostet zunächst einmal Gebühren. Diese richten sich nach dem Umfang der zu prüfenden Unterlagen. Wird zusätzlich beispielsweise ein Architekt beschäftigt, kommen diese Kosten hinzu. Aufgrund der recht hohen Kosten kann die Notwendigkeit einer Bauvoranfrage durchaus hinterfragt werden. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass die Kosten einer Bauvoranfrage deutlich geringer sind als die Genehmigungsgebühren eines Bauvorhabens. Vor diesem Hintergrund ist eine Bauvoranfrage zwar nicht zwingend notwendig, aber in den meisten Fällen absolut sinnvoll. Wird die Bauvoranfrage abgelehnt, wird dies stets begründet. Je nachdem können die Gründe vor dem Bauantrag behoben werden. Auf diese Weise sparen Sie Kosten, die ein abgelehnter Bauantrag mit sich bringen würde.

Eine Bauvoranfrage kostet Gebühren. Diese hängen vom Umfang der zu prüfenden Unterlagen ab. Die Kosten hierfür sind oftmals recht hoch. Die Kosten einer Bauvoranfrage sind jedoch deutlich geringer als die einer Genehmigung. Vor diesem Hintergrund ist eine Bauvoranfrage oft sinnvoll.

Die Gültigkeit einer Bauvoranfrage

Eine Bauvoranfrage ist nicht unbegrenzt gültig. Die Gültigkeit ist abhängig vom jeweiligen Bundesland. In den meisten Bundesländern beträgt die Gültigkeit einer Bauvoranfrage drei Jahre. Eine solche Gültigkeit kann auf Antrag verlängert werden. Dies ist besonders relevant, wenn ein Grundstück nach dem Neukauf bebaut werden soll.

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Da eine Bauvoranfrage teuer ist, sollte diese möglichst gut gestaltet sein. Hier sollten erfahrene Architekten und Rechtsanwälte eingesetzt werden, um die Kosten einer zweiten Bauvoranfrage zu vermeiden.

Rechtliche Bindung durch eine Bauvoranfrage

Damit der Bauantrag genehmigt wird, muss der Bauantrag der Bauvoranfrage genau entsprechen. Ansonsten besteht das Risiko, dass der Bauantrag trotz gültiger Bauvoranfrage abgelehnt wird. Auch aus diesem Grund wird geraten, die Bauvoranfrage bereits mit einem Architekten zu stellen. So können Änderungen im Nachhinein vermieden und Kosten eingespart werden.

Gleichzeitig ist die Bauvoranfrage keine Baugenehmigung. Das bedeutet, dass nicht auf Grund einer genehmigten Bauvoranfrage mit baulichen Maßnahmen begonnen werden darf. Es muss in jedem Fall ein Bauantrag gestellt und dessen Genehmigung abgewartet werden.

In dieser Checkliste finden Sie abschließend die wichtigsten Punkte zum Thema Bauvoranfrage:

  • Eine Bauvoranfrage kostet Geld, spart jedoch wesentlich mehr ein als bei nicht genehmigungswürdigen Anträgen.
  • Eine Bauvoranfrage muss vom Bauherren an das Bauamt gestellt werden. Hilfreich sind hierbei Architekten und Rechtsanwälte.
  • Die Bauvoranfrage ist drei Jahre gültig. Innerhalb dieses Zeitraums muss ein Bauantrag gestellt werden.
  • Wird ein Bauantrag gestellt, so muss dieser der Bauvorabanfrage genau entsprechen.

Bei Fragen zum Thema Bauvoranfrage helfen wir Ihnen gerne im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung weiter. Unsere kompetenten Rechtsanwälte stehen Ihnen dabei mit juristischem Rat zur Seite und unterstützen Sie bei allen Anliegen.

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