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Der Bauantrag: Antragsstellung

Vor dem Häuserbau steht der Bauantrag: Um eine Genehmigung zur Errichtung der eigenen vier Wände zu bekommen, müssen Sie zunächst einen Bauantrag bei Ihrer Gemeinde stellen. Diese leitet den Antrag an die zuständige Bauaufsichtsbehörde weiter.

Inhalt und Fristen des Bauantrags

Das Stellen eines Bauantrags kann zu Problemen führen, wenn Sie etwaige Fristen nicht beachten. Allein für die Bearbeitungsdauer des Antrags ist ein Zeitraum von drei bis vier Monaten einzuplanen, in Einzelfällen nimmt dieses Verfahren sogar noch mehr Zeit in Anspruch.

Damit der Prozess möglichst schnell vonstattengeht, macht es Sinn, die benötigten Unterlagen – also die sogenannten Bauvorlagen – vollständig vorliegen zu haben. Da jedes Bundesland hierbei andere Anforderungen stellt, kann pauschal nur schwer beantwortet werden, welche Unterlagen genau vorzubringen sind. Häufig schaffen allerdings die Vordrucke der Gemeinden und Kommunen Abhilfe.

Checkliste Bauantrag- Infografik
Checkliste Bauantrag- Infografik

Hier einige generelle Unterlagen für den Antrag, die in jedem Bundesland gleich sind:

  • Lageplan
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibung
  • Sicherheitsnachweise
  • Berechnungen zur bebauten und unbebauten Grundstücksfläche
  • Berechnung der Rohbau- und Gesamtkosten
  • Unterschrift

Das Verfahren im Überblick

Nachdem Sie den Antrag auf Baugenehmigung bei der zuständigen Stelle gestellt haben, findet die Prüfung im Baugenehmigungsverfahren statt. Das Bauamt selbst hat innerhalb von zehn Arbeitstagen den Antrag auf Vollständigkeit zu prüfen. Sollte es hier zu Komplikationen kommen, stellt es dann eine Nachfrist zur Beseitigung eventueller Versäumnisse. Danach erhalten Sie eine Eingangsbestätigung.

Ab diesem Zeitpunkt darf der Zeitraum bis zum Bescheid nicht länger als zwei Monate betragen. Bereits im Vorfeld kann es unter Umständen dazu kommen, dass Ihnen ein Vorbescheid zugesendet wird. Vielleicht fordert die Stelle jedoch auch noch eine Änderung vor Vergabe der endgültigen Baugenehmigung.

Stehen Ihrem Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegen, erhalten Sie eine Baugenehmigung. Die Baugenehmigung ist die Erlaubnis der Bauaufsichtsbehörde, dass Sie so bauen können wie beantragt und von einem Architekten oder Ingenieur in den Bauvorlagen beschrieben.

Baugenehmigung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Auch die Kosten für die Baugenehmigung richten sich nach dem Bundesland, in dem das Bauvorhaben lokalisiert ist. Müssen Unterlagen zudem eigens von Ingenieuren und Architekten angefertigt werden, lässt das die Kosten für die Baugenehmigung weiter ansteigen.

Die Baubehörde verlangt für die Genehmigung einen gewissen Prozentsatz, der sich ebenfalls zu den Kosten für die Baugenehmigung addiert. Als guter Durchschnittswert haben sich zehn Prozent des gesamten Bauvolumens bewährt – das wären beispielsweise bei einem Neubau in Höhe von 250.000 Euro also 25.000 Euro.

Was tun, wenn der Bauantrag abgelehnt wird?

Zu einer Ablehnung des Bauantrags kann es beispielsweise kommen, wenn:

  • das Grundstück der Behörde nicht zur Bebauung geeignet scheint,
  • der vorgesehene Bauplatz unter Natur- oder Denkmalschutz steht,
  • die architektonische Gestaltung der Immobilie die Öffentlichkeit stören oder nicht zur Umgebungsbebauung passen könnte.
Wer sich Ärger in diesem Kontext ersparen möchte, sollte nicht nur auf den Inhalt seines Bauantrags achten, sondern zudem die örtlichen Begebenheiten vor Abgabe prüfen. Wenn Sie befürchten, Ihr Antrag könnte durch einen bestimmten Umstand abgelehnt werden, macht es Sinn, sich Rat bei einem Gutachter zu holen.

Widerspruch bei Ablehnung des Bauantrags

Eine Ablehnung muss aber noch nicht das Aus für den Bauantrag bedeuten. Ein Widerspruch ist möglich; ab Zustellung beträgt die Frist hierfür vier Wochen. Für die Einhaltung dieser Frist müssen Sie zunächst noch keine Begründung vorlegen. Ohne entsprechende Begründung ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass ihrem Widerspruch stattgegeben wird.

Ihr Widerspruch für einen abgelehnten Bauantrag sollte Folgendes beinhalten:

  • Name und Anschrift
  • Aktenzeichen und Bezeichnung des Bauvorhabens
  • Widerspruch idealerweise inkl. Begründung
  • Unterschrift
Bleibt auch der Widerspruch ohne Erfolg, steht Ihnen der Gang vors Gericht offen, um den Bauantrag doch noch durchzusetzen.

Im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung kümmern wir uns gerne um Ihren Einzelfall und geben Hilfestellungen für einen erfolgreichen Bauantrag.

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