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Was man über die Kosten beim Sorge- und Umgangsrecht wissen sollte

Nach einer Scheidung muss immer entschieden werden, welches Elternteil nun zukünftig die Kinder beherbergen und versorgen soll. Dabei entstehen Kosten, die nicht gleichmäßig zwischen den ehemaligen Ehepartnern aufgeteilt werden und über die Sie sich schon vor dem Vollzug der Scheidung informieren sollten.

Unterschied zwischen Sorgerecht und Umgangsrecht

Im Grunde genommen gibt es einen signifikanten Unterschied: Das Sorgerecht beinhaltet die Pflege und Versorgung des Kindes, während das Umgangsrecht das Recht beinhaltet, regelmäßigen Kontakt zueinander zu pflegen. Beim Sorgerecht gibt es zahlreiche Vorschriften, die es zu beachten gilt. Im Gegensatz dazu kann das Umgangsrecht von den beteiligten Parteien frei gestaltet werden.

Der Elternteil mit dem Sorgerecht übernimmt für das Kind die Personensorge und die Vermögenssorge. Das Elternteil kümmert sich also um die Ernährung, Unterkunft und sonstige Versorgung mit beispielsweise Spielzeug, Schulsachen und Medikamenten. Ferner muss die Person mit dem Sorgerecht auch Entscheidungen für das noch nicht volljährige Kind treffen, die für dessen Lebensführung unabdingbar sind.

Im Unterschied zum Sorgerecht bezieht sich das Umgangsrecht nicht auf die unmittelbare Pflege und Versorgung des Kindes. In den meisten Fällen werden die finanziellen Kosten alleine von der Person mit dem Umgangsrecht getragen. Vereinfacht gesagt beschreibt das Umgangsrecht das Recht des Kindes, Kontakt mit den Elternteilen zu haben. Zugleich ist es das Recht der Elternteile, mit dem eigenen Kind regelmäßig Zeit zu verbringen.


Welche Kosten fallen beim alleinigen Sorgerecht an?

Falls es keine außergerichtliche Einigung gibt, müssen beide Parteien zunächst einmal die Kosten für die Gerichtsverhandlungen und die Anwälte aufbringen. Die Höhe der Gerichtskosten hängt von der jeweiligen gerichtlichen Instanz, also von der entsprechenden Verfahrensentwicklung und dessen Fortgangs ab. Ähnlich verhält es sich auch mit den Anwaltskosten.

Die Person die das alleinige Sorgerecht bekommt, muss zunächst alle Kosten tragen, welche für das Kind anfallen. Sie hat aber Anspruch auf Unterhaltszahlungen vom geschiedenen Partner, welche vom Bruttoeinkommen abhängig sind.

Finanzielle Kosten beim Sorgerecht sind z.B.:

     
  • Bekleidung und Verpflegung des Kindes
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  • Unterkunftskosten wie Heizung, Strom und Miete
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  • Kosten für Schulbücher

Anfallende Kosten bei Umgangsrecht

Wie beim Sorgerecht müssen auch beim Umgangsrecht Anwalts- und Gerichtskosten bezahlt werden, falls es keine außergerichtliche Einigung gibt. Normalerweise zahlt jedoch das Elternteil ohne das Sorgerecht sämtliche Kosten des Umgangs, also Verpflegung, Unterhalt und Reisekosten. Es gibt jedoch Ausnahmen: So kann bei größeren Entfernungen zwischen den Wohnsitzen der Eltern gefordert werden, dass sich die Person mit dem Sorgerecht an den Kosten beteiligt.

Finanzielle Kosten beim Umgangsrecht sind z.B.:

     
  • Fahrtkosten zum Abholen des Kindes
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  • Verpflegung und Unterkunft des Kindes bei der Ausführung des Umgangsrechts

Wer hilft bei den Kosten?

Wer sich die Verfahrenskosten nicht leisten kann, der kann Verfahrenskostenhilfe beantragen. Dies ist ein Darlehen, welches ohne Zinsen zurückgezahlt werden kann.

Beim Umgangsrecht bietet das Jugendamt verschiedene Beratungsangebotean, damit sinnvolle Umgangsregelungen geschaffen werden. Wer Hartz IV bezieht kann zusätzlich noch einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung für die Kosten bei Umgangsrecht beantragen.

Im Rahmen der kostenlosen Erstberatung gehen unsere KLUGO Rechtsanwälte gerne auf Ihre individuelle Situation ein.


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