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Scheidungsgründe und Voraussetzungen – Was sind die wesentlichen Trennungsgründe?

Bei einem dauerhaft zerrütteten Verhältnis beider Eheleute folgt häufig die Scheidung. Bis zum Jahre 1977 war bei einer Annullierung der Ehe noch die Schuldfrage zu klären. Heutzutage gilt hier das Zerrüttungsprinzip.

Sich auch räumlich voneinander trennen

Zu den wesentlichen, rechtsgültigen Voraussetzungen, die zur Einreichung der Trennung berechtigen, gehört demnach unter anderem das Einhalten der einjährigen Trennungsphase. Hier muss die Trennung „von Tisch und Bett“ erfolgen. Konkret können Sie diese Forderung am einfachsten erfüllen, indem Sie in eine neue Wohnung ziehen.


Aus organisatorischen, rechtlichen oder finanziellen Gründen müssen beide Ehepartner jedoch zuweilen in den gemeinsamen Wohnräumlichkeiten verbleiben. Das ist vom Gesetzgeber her auch kein Problem. Um die Voraussetzungen für eine rechtsgültige Scheidung jedoch weiterhin zu erfüllen, müssen Sie einen getrennten Haushalt führen. Geschäfte des täglichen Lebens und gemeinsame Aktivitäten sind – außer zum Wohle des Kindes – ausgeschlossen.

Urteile bei Ausnahmefällen

Liegen besonders schwerwiegende Scheidungsgründe vor, kann vom Trennungsjahr als wesentlichem Bestandteil der Voraussetzungen einer Scheidung abgesehen werden. Eine solche Härtefallentscheidung wird beispielsweise bei Alkoholismus gefällt. Beachten Sie jedoch, dass hier letztendlich das Gericht immer von neuem abwägt. Da hier eine Einzelfallentscheidung erfolgt, lässt sich eine pauschale Aussage für möglicherweise einschlägige Härtefälle bei einer Scheidung nicht treffen.

Die häufigsten Scheidungsgründe:

Für die persönlichen Motive, die zur Loslösung vom Partner geführt haben, gibt es keine allgemeingültige Statistik. Dennoch treten einige Scheidungsgründe erfahrungsgemäß besonders häufig auf. Im Überblick handelt es sich dabei vor allem um:

Infografik - Trennungsgründe.
Infografik - Trennungsgründe.
     
  • Seitensprünge und Fremdgehen
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  • Kein gemeinsamer Nenner
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  • Fehlende körperliche Zuneigung

  • Physische und psychische Gewalt

Untreue

Seitensprünge während der Beziehung führen häufig zur Trennung, die gegenseitige Treue gilt auch rechtlich als einer der wichtigsten Grundpfeiler der Ehe. Durch das erschütterte Vertrauen macht es häufig keinen Sinn mehr, die Bindung aufrecht zu erhalten. Lässt sich der One-Night-Stand einwandfrei nachweisen, kann er auch in den nachträglichen Scheidungsverhandlungen in der Praxis durchaus zu einer schlechteren Argumentationsposition führen.

Differenzen

Eine verfrühte oder überstürzte Hochzeit führt häufig dazu, dass sich die Ehepartner erst danach so richtig kennen lernen. Nicht selten wird Ihnen hier bereits nach wenigen Monaten bewusst, dass kein gemeinsamer Nenner besteht. Manchmal leben sich Paare aber auch nach mehreren Jahren schlichtweg auseinander. Unabhängig von der Dauer der Ehe sieht das Gesetz im Fall ein Trennungsjahr vor.

Fehlende körperliche Nähe

Vor allem nach mehreren Jahren kann es unter Umständen zu Lustlosigkeit während der Partnerschaft kommen. Oftmals helfen ausführliche Gespräche, die Situation wieder zu bereinigen. Zudem unterstützen Sie ausgebildete Therapeuten bei einer möglichen Lösung für das Problem.

Gewalt

Bei psychischer und physischer Gewalt sind unter Umständen, wie bereits erwähnt, die Vorrausetzungen für eine Härtefallentscheidung erfüllt. Dies gilt insbesondere für sichtbare Misshandlungen und nachweisliche Terrorisierung vonseiten des jeweils anderen Ehepartners. Sogar die Polizei ist bei akuten Gefahrensituationen hier berechtigt, sofort helfend einzugreifen.

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie genau Ihre Scheidung regeln müssen, nehmen Sie einfach unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch. Im persönlichen Gespräch können unsere Rechtsanwälte auch auf individuelle Details und Besonderheiten eingehen.


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