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  • Soforthilfe
  • Rechtsklarheit
  • Zeit- & Geldersparnis

Welche Unterlagen benötige ich eigentlich?

Nach dem § 1564 kann die Ehe per richterlichen Beschluss geschieden werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie beim zuständigen Familiengericht einen entsprechenden Scheidungsantrag stellen.

Wer die Scheidung einreichen möchte, muss zunächst das Trennungsjahr zuverlässig nachweisen. Ist dies der Fall, stimmt das Familiengericht der Loslösung vom Partner in den meisten Fällen auch problemlos zu – sofern alle Scheidungsunterlagen richtig eingereicht worden sind.

Diese Scheidungsunterlagen benötigen Sie

Bevor Sie Ihre Scheidungsunterlagen zusammensuchen, bleibt Ihnen jedoch der Gang zum Rechtsanwalt in keinem Fall erspart: Vor dem Familiengericht herrscht Anwaltszwang, d.h. ausschließlich Rechtsanwälte sind dazu berechtigt, entsprechende Anträge zu stellen. Hierfür müssen Sie Ihrem Rechtsbeistand eine gültige Vollmacht unterschreiben. Der Rechtsanwalt stellt anschließend den Antrag zur Trennung und hilft Ihnen bei der Zusammenstellung aller Scheidungsunterlagen.

Scheidungsunterlagen auf einen Blick:

     
  • Eine Kopie des Familienstammbuchs oder eine Heiratsurkunde. Das Original muss beim Scheidungstermin vorgelegt werden
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  • Ebenfalls notwendig: Eine Kopie von der Geburtsurkunde möglicher Kinder
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  • Zum Scheidungstermin muss der Personalausweis vorgelegt werden

  • Im Falle der Inanspruchnahme von Prozesskostenhilfe: Gehaltsbelege, Nachweise über Verbindlichkeiten und Mietvertrag.

  • Sofern vorhanden: eine beglaubigte Kopie der notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung

Scheidung einreichen: Wie sieht es mit der örtlichen Zuständigkeit aus?

Sollten Sie mit Ihrem Partner noch an einem gemeinsamen Aufenthaltsort, sprich gemeinsame Ehewohnung leben, ist das örtliche Familiengericht zuständig.

Wenn kein gemeinsamer Wohnsitz besteht, aber gemeinsame Kinder vorhanden sind liegt der Gerichtsstand an dem Ort, an dem ein Ehegatte mit dem gemeinsamen Kind seinen gewöhnlichen Inlandsaufenthalt hat.

Liegen keine genauen Informationen zu den beiden oben genannten Fällen vor, ist der ausschließliche Gerichtsstand zuständig. Hiernach ist das Familiengericht am letzten bekannten gemeinsamen Wohnsitz beider Ehepartner zuständig.

Infografik - Scheidungsdauer.
Infografik - Scheidungsdauer.

Bei getrennten Haushalten orientiert sich der Gesetzgeber an demjenigen Elternteil, bei dem die Kinder leben. Dies hängt mit der Einbindung des Jugendamtes in das Verfahren zusammen. Im Fall der kinderlosen Ehe gestaltet sich das Ganze etwas komplizierter: Befindet sich Ihre oder aber die neue Bleibe Ihres ehemaligen Partners noch im Bezirk der ehemaligen Ehewohnung, wird wiederum das hier ansässige Familiengericht mit der Scheidung betraut. Gilt auch das nicht, kommt es darauf an, wer den Antrag zuerst eingereicht hat.

Scheidungsfolgen: Der Versorgungsausgleich

Sobald Sie die Scheidung einreichen, sind Sie dazu verpflichtet, Angaben zum Versorgungsausgleich beizufügen. Wünschen beide Partner, die Trennung schnellstmöglich über die Bühne zu bringen, sollten sie sich vorher genau über die Scheidungsfolgen einigen.

Für die Gültigkeit des Dokuments ist eine notarielle Beglaubigung notwendig. Theoretisch ließe sich die Vereinbarung vom Termin auch vom Richter protokollieren – in diesem Falle bräuchten aber beide Parteien zwingend einen Rechtsanwalt.

Scheidung einreichen: Kostenlos beraten lassen

Wer den Aufwand und den Papierkram beim Scheidungsverfahren minimieren möchte, für den könnte das Online-Verfahren unter Umständen eine Alternative sein.

Falls Sie sich näher über die Details der einzureichenden Unterlagen informieren möchten, haben Sie bei uns die Möglichkeit, eine kostenlose Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Im persönlichen Gespräch mit unseren Rechtsanwälten lassen sich unverbindlich erste Details klären und Unstimmigkeiten in Bezug auf Ihre Unterlagen für die Scheidung ganz sicher klären.


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