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Wann habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Ein wichtiger Punkt, auf den Sie im Zusammenhang mit einem Aufhebungsvertrag achten sollten, ist das Arbeitslosengeld. Bei Verlust des Arbeitsplatzes steht Ihnen dieses im Normalfall zu. Entscheidend ist, dass Sie sich bei der Bundesagentur für Arbeit rechtzeitig – also mindestens drei Monate vor Beendigung Ihres Beschäftigungsverhältnisses – arbeitssuchend gemeldet haben, und dass Sie in den vergangenen zwei bis maximal fünf Jahren für mindestens zwölf Monate in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gestanden haben.

Ähnlich wie bei der Kündigung, finden auch beim Aufhebungsvertrag die Regelungen zur Sperrfrist des Arbeitslosengeldes Anwendung. Sollten Sie Ihr Angestelltenverhältnis ohne einen wichtigen Grund beenden, wird Ihnen in der Regel eine Sperrfrist von zwölf Wochen für den Bezug des Arbeitslosengeldes auferlegt.

Infografik - Fallstricke bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Infografik - Fallstricke bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Aufhebungsvertrag, helfen wir Ihnen gerne weiter:

Was zählt als „wichtiger Grund“?

Ein wichtiger Grund kann zum Beispiel eine unmittelbare betriebsbedingte Kündigung sein oder auch, dass Ihnen eine solche Kündigung nur angedroht wird und Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber vorbeugend auf einen Aufhebungsvertrag mit möglicher Abfindungszahlung einigen. Das Bundessozialgericht erkennt diese existenzsichernde Maßnahme als wichtigen Grund an, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Sie sollten bei Ihren Verhandlungen über die Gestaltung Ihres Aufhebungsvertrages also darauf achten, dass es einen wichtigen Grund für die Aufhebung Ihres Arbeitsverhältnisses gibt. Nur dann können Sie Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen.

Eine weitere Ursache für die Sperrung Ihres Arbeitslosengeldes kann sein, dass Sie Ihre Arbeitslosigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben. Auch ein mögliches vertragswidriges Verhalten während der Arbeitszeit kann eine Sperrfrist rechtfertigen.

Wie lange dauert die Sperrfrist?

In den meisten Fällen beträgt die Sperrfrist circa zwölf Wochen. Unter bestimmten Umständen kann sich die Dauer jedoch deutlich erhöhen. Mitarbeiter, die durch eine längere Betriebszugehörigkeit bei Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mehr als zwölf Monaten haben, müssen von einer deutlich längeren Sperrfrist ausgehen.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung?

Wenn Ihnen eine Sperrfrist auferlegt wurde, müssen Sie sich keine Sorgen um Ihre Krankenversicherung machen. Innerhalb der ersten vier Wochen der Arbeitslosigkeit sind Sie über Ihre alte Krankenversicherung durch die sogenannte Nachversicherung versorgt. Ab der fünften Woche sind Sie bereits über die Arbeitsagentur versichert und müssen sich folglich keine Gedanken über das Zahlen der Beiträge machen.

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