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Führerscheinentzug – wie lange muss ich meinen Führerschein abgeben?

Bei einem Führerscheinentzug verhält es sich zunächst ähnlich wie bei einem Fahrverbot: Als Strafe für eine verkehrswidrige Tat wird Ihnen der Führerschein entzogen. Ein großer Unterschied liegt jedoch in der Dauer. Die Fahrerlaubnis wird bei einem Führerscheinentzug mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahren entzogen (§69 StGB). Die Dauer des Entzuges hängt, wie auch bei einem Fahrverbot, von den Schwere der Tat ab, und ob Sie bereits in der Vergangenheit verkehrswidrig auffällig geworden sind.

Wann kann ich die Wiedererteilung meines Führerscheins beantragen?

Innerhalb der Sperrfrist können Sie keine neue Fahrerlaubnis beantragen. Dies ist erst frühestens drei Monate vor Ablauf der Frist möglich und meist mit gewissen Hürden verbunden. In der Regel werden die Fahrerlaubnisbehörden Ihrem Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nur unter gewissen Bedingungen folgen. Wie Sie Ihren Führerschein möglichst schnell wiederbekommen, erfahren Sie in unserem Beitrag Führerscheinentzug: Was passiert danach.

Welche Konsequenzen hat ein Führerscheinentzug?

Neben dem Entzug Ihrer Fahrerlaubnis als primäre Konsequenz eines Führerscheinentzugs kommen weitere Folgen wie Bußgelder und Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg auf Sie zu. Das deutsche Strafrecht ist präventiv, also in die Zukunft gerichtet, und möchte sowohl die Allgemeinheit vor der Begehung von Straftaten abhalten, als auch vor Wiederholungstaten abschrecken.

Muss ich mich einer MPU unterziehen?

Die Wiedererlangung Ihrer Fahrerlaubnis wird höchstwahrscheinlich nur unter der Voraussetzung erteilt, dass Sie sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) oder einer Nachschulung unterzogen haben. Bei schweren Verstößen im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer ist das Besuchen und Bestehen der MPU zwingende Voraussetzung. Für die Untersuchung fallen gewöhnlich Kosten zwischen 400 und 800 Euro zuzüglich eventueller Kosten für die Erstellung eines Gutachtens an. Je nach Art und Maß der verkehrswidrigen Tat bestimmen sich auch die Höhe des Bußgeldes sowie die Punkte im Fahreignungsregister.

Infografik - Warum Autofahrer zum Idiotentest müssen.
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Zusammenfassend verursacht ein Führerscheinentzug für Sie neben den Kosten, Punkten und dem Aufwand, den Sie für Wiedererlangungsmaßnahmen aufbringen müssen, auch einen erheblichen Einschnitt in Ihre Mobilität. Wege zur Arbeit oder privaten Veranstaltungen müssen Sie während der Sperrfrist beispielsweise durch Mitfahrgelegenheiten oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel überbrücken. Sollten Sie trotz Führerscheinentzugs ein Fahrzeug führen, können Sie zu einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr verurteilt werden.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Führerscheinentzug, helfen wir Ihnen gerne weiter:

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