Wie lange dauert ein Fahrverbot an?

Der Zweck eines Fahrverbotes ist es, einen Verkehrsteilnehmer, der die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährdet hat, für einen begrenzten Zeitraum aus dem Verkehr zu ziehen. Dieses zeitliche Verbot beträgt in der Regel ein bis drei Monate. Die Fahrverbotsmonate werden nicht nach Tagen, sondern nach der Kalenderzeit berechnet. Wenn Sie den Führerschein am 7. eines Monats abgeben müssen, so endet die Frist am 6. des jeweiligen Folgemonats. Innerhalb dieses Zeitraumes ist es Ihnen untersagt, ein Fahrzeug zu führen. Die Länge Ihres Fahrverbotes richtet sich nach der verkehrsgefährdenden Tat, die Sie begangen haben, und welches Ausmaß diese hatte.

Fahrverbote gehen in der Praxis meist mit meinem Bußgeldbescheid einher. Daneben müssen Sie häufig noch mit Punkten in Flensburg rechnen. Gründe für ein Fahrverbot können zum Beispiel Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstöße oder Fahrten unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss sein.

Welche Konsequenzen hat ein Fahrverbot?

Neben den Bußgeldern und Punkten in Flensburg ist die erste Konsequenz die Abgabe Ihres Führerscheins für eine entsprechende Zeit. Innerhalb dieses Zeitraums dürfen Sie natürlich kein Fahrzeug führen.

Welche konkreten Verstöße zu einem Fahrverbot und weiteren Strafen führen können, zeigen wir Ihnen nachfolgend auf:

Strafen bei Geschwindigkeitsverstößen

Bei Geschwindigkeitsverstößen folgt ein Fahrverbot:

  • Innerorts, bei einer Geschwindigkeitsübertretung ab 31 km/h
    Geschwindigkeitsüberschreitung Innerorts – Infografik
    Geschwindigkeitsüberschreitung Innerorts – Infografik
  • Außerorts, bei einer Geschwindigkeitsübertretung ab 41 km/h
    Geschwindigkeitsüberschreitung Außerorts – Infografik
    Geschwindigkeitsüberschreitung Außerorts – Infografik

In diesem Fall müssen Sie mit einem Fahrverbot von einem Monat sowie einem Bußgeld von 160 Euro und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Je nach Höhe – also dem Maß der Geschwindigkeitsüberschreitung – kann ein höheres Fahrverbot von bis zu drei Monaten mit entsprechendem Bußgeld und Punkten verhängt werden.

Strafen bei Rotlichtverstößen

Wenn Sie eine Ampel, die bereits länger als eine Sekunde auf Rot geschaltet war, überfahren, müssen Sie mit einer Strafe rechnen. Ab dieser einen Sekunde geht der Gesetzgeber von einer erhöhten Gefährdung des Straßenverkehrs aus.

Rote Ampel überfahren – Infografik
Rote Ampel überfahren – Infografik

Die Konsequenz ist häufig ein Fahrverbot von einem Monat zuzüglich eines kräftigen Bußgeldes und Punkten in Flensburg. Die Dauer des Fahrverbotes kann sich je nach Folge des Rotlichtverstoßes – wie beispielsweise ein Verkehrsunfall mit Sach- oder Personenschaden – deutlich erhöhen.

Strafen bei Fahrten unter Alkohol oder Drogen

Fahrten unter Alkohol und/oder Drogen werden ebenfalls mit einem Fahrverbot, Bußgeld und Punkten in Flensburg geahndet. Entscheidend für das Strafmaß ist die konsumierte Menge und ob Sie wegen eines gleichartigen Verstoßes bereits in der Vergangenheit bestraft wurden. Wiederholungstäter müssen also mit einem höheren Strafmaß rechnen.

Bereits ab einer Promillezahl von 0,5 gelten Sie als fahruntüchtig und dürfen nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Setzen Sie sich trotzdem hinter das Steuer, drohen Ihnen entsprechende Fahrverbote. Während der Probezeit oder bei Fahrern unter 21 Jahren liegt die Promillegrenze bei 0,0 – es besteht also ein absolutes Alkoholverbot.

Welche Sperrfristen gibt es?

Eine Sperrfrist, ähnlich wie bei dem Führerscheinentzug, gibt es bei einem Fahrverbot nicht. Bei einem Fahrverbot müssen Sie Ihren Führerschein nicht neu beantragen und auch keine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) oder andere Fahrtüchtigkeitsprüfungen bestehen. Nach Ablauf des Fahrverbotes wird Ihnen Ihr Führerschein automatisch zugeschickt, ohne dass Sie selbst aktiv werden müssen.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Führerscheinentzug und Fahrverbot, helfen wir Ihnen gerne weiter:

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