Bußgeldrechner

Praktisch alle Verkehrsdelikte führen zu einer Geldbuße. Die Höhe der Geldbuße bemisst sich nach der Schwere des Vergehens. Eine Geldbuße wird von einem Verwaltungsgericht per Bußgeldbescheid verhängt.

Bußgeld berechnen

Bußgeld bei Geschwindigkeitsüberschreitung & Co.

Allzu schnell kommt es im Straßenverkehr durch Unaufmerksamkeit zu einem Vergehen: Es wird zu schnell gefahren, falsch geparkt oder gar eine rote Ampel übersehen. Solche Vergehen stellen eine ernstzunehmende Gefährdung der Sicherheit im Straßenverkehr dar und werden demnach sanktioniert.

In den meisten Fällen ist als Strafe ein Bußgeld zu entrichten, das sich nach der Tat selbst sowie ihrer Schwere richtet und mit dem Bußgeldrechner, umgangssprachlich auch Blitzer-Rechner oder Punkte-Rechner genannt, kalkuliert werden kann. Zu den häufigsten Vergehen auf der Straße gehören neben der Geschwindigkeitsüberschreitung vor allem das Telefonieren am Steuer sowie das Einhalten eines zu geringen Abstandes.

Auf den Punkt gebracht:

  • Mit einem Bußgeld wird die Gefährdung der Sicherheit des Straßenverkehrs geahndet.
  • Häufige Vergehen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, Handy am Steuer oder Alkoholgenuss.

Bußgeldrechner: Höhe des Bußgelds berechnen

So wird zum Beispiel bei einem missachteten Rotlicht zwischen zwei Fällen unterschieden: ob die Rotphase bereits länger als eine Sekunde aktiv war (2 Punkte, 200 Euro, 1 Monat Fahrverbot) oder das Signal gerade erst umsprang (1 Punkt, 90 Euro). Zusätzlich wirken sich, wie bei allen anderen Verkehrsverstößen auch, eventuelle Gefährdungen oder gar Sachbeschädigungen auf die Berechnung der Strafe aus. Ebenso ist zu berücksichtigen, ob der Fahrzeugführer sich zum Zeitpunkt des Vergehens gegebenenfalls noch in der Probezeit befand.

Ein mögliches Bußgeld wird Ihnen in Form eines Bußgeldbescheides mitgeteilt. Gegen den Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von 2 Wochen nach Zustellung schriftlich Einspruch einlegen.
Helen Karsdorf
Rechtsanwältin

Beim Falschparken haben die jeweilige Dauer sowie die Standortwahl, wie zum Beispiel in Feuerwehreinfahrten, auf Radwegen oder in unübersichtlichen Kurven, Auswirkungen auf die Höhe des Bußgeldes. Zudem fließt in die Berechnung mit ein, ob es durch das Vergehen zu einer Behinderung des Straßenverkehrs kam – auch dies müssen Sie im Bußgeldrechner angeben.

Bußgeldkatalog


Beispielsweise wird eine Geschwindigkeitsübertretung von mindestens 70 km/h außerorts mit 600 Euro Bußgeld und zwei Punkten in Flensburg bestraft.

Analoge Regelungen gelten auch für andere Übertretungen.

Nach einem Verkehrsvergehen dauert es eine Weile, bis Ihnen der Bußgeldbescheid zugestellt wird. Um eine böse Überraschung bezüglich der Bußgeldhöhe zu vermeiden, können Sie diese mithilfe des Bußgeldrechners berechnen. Hierbei sind jedoch einige Faktoren zu beachten, da jeder Verkehrsverstoß individuell nach den jeweiligen Umständen betrachtet wird.

Wurden Sie geblitzt, hilft auch hier der Bußgeldrechner weiter: Geben Sie dafür an, wie schnell Sie waren, wie schnell Sie hätten sein dürfen und ob Sie inner- oder außerhalb einer Ortschaft unterwegs waren. Beachten Sie dabei, dass eventuelle Mess-Ungenauigkeiten durch den Abzug einer Toleranz bereits berücksichtigt werden können. Bis 100 km/h werden 3 km/h vom Mess-Ergebnis abgezogen; ab 100 km/h werden für die korrekte Berechnung des Bußgeldes drei Prozent der Geschwindigkeit subtrahiert.

Nach einem Verkehrsdelikt wird ein Bußgeldbescheid zugesandt. Hierbei wird nach der Schwere der Schuld unterschieden. So kann ein Delikt wie das Überfahren einer roten Ampel unterschiedlich gewertet werden, je nachdem, wie gefährlich das Verhalten war oder wo es stattgefunden hat.

Wer muss das Bußgeld zahlen?

Bei Verkehrsverstößen wird zunächst der Fahrzeughalter anhand des Kennzeichens ausfindig gemacht. Dieser erhält somit den Bußgeldbescheid und kann – sollte er die vorgeworfene Tat nicht begangen haben – im beigelegten Anhörungsbogen bekannt geben, wer sein Fahrzeug zum entsprechenden Zeitpunkt gefahren hat. Die Bußgeldstelle wird den Sachverhalt prüfen, den eigentlichen Fahrer kontaktieren und das Verfahren gegen den Fahrzeughalter einstellen.

Bußgeld und Verwarnungsgeld

Während das Bußgeld größere Ordnungswidrigkeiten ahndet, findet das Verwarnungsgeld bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten Anwendung. So werden beispielsweise bei Halte- und Parkverstößen, die keine Behinderung zur Folge haben, behördliche Verwarnungen am Fahrzeug angebracht. Sollten Sie dieses Verwarnungsgeld nicht zahlen, wird Ihnen ein Bußgeldbescheid zugesandt. Die geforderte Geldstrafe erhöht sich hierdurch in der Regel deutlich.

Kostenlose Beratung zum Bußgeld vom Rechtsanwalt

Der Bußgeldrechner gibt Ihnen eine erste Einschätzung zur voraussichtlichen Höhe des Bußgeldes nach einem Verkehrsverstoß. Für detaillierte Informationen zu Ihrem individuellen Fall stehen Ihnen unsere Fachanwälte in einer kostenlosen Erstberatung zur Verfügung.

klugo tipp

Bei ungewöhnlich hohen Bußgeldern kann es sich lohnen, gegen den Bescheid Einspruch einzulegen. Bei Bedarf ziehen Sie hierfür einen Fachanwalt für Verkehrsrecht zu Rate.

Das Wichtigste zum Bußgeld zusammengefasst:

  • Bei Verkehrsdelikten wird in der Regel ein Verwarnungs- oder Bußgeld verhängt.
  • Gegen dieses können Sie binnen 14 Tagen Einspruch einlegen.
  • Die Höhe des Bußgeldes bestimmt sich durch den Bußgeldkatalog und die Schwere des Vergehens.
  • Bußgeldrechner bieten eine grobe Orientierung.
  • KLUGO bietet eine kostenlose Erstberatung durch Fachanwälte als Service für Sie.
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