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Wo wird der Aufhebungsvertrag gesetzlich geregelt?

Infografik - Wirksamkeit eines Aufhebungsvertrages.
Infografik - Wirksamkeit eines Aufhebungsvertrages.

Der Aufhebungsvertrag selbst ist im Arbeitsrecht nicht geregelt. Es gibt jedoch gesetzliche Vorschriften, die auf den Aufhebungsvertrag anzuwenden sind. Eine dieser Vorschriften besagt, dass das Schriftformerfordernis nach §623 in Verbindung mit §126 Abs. 2 BGB einzuhalten ist: Ein Aufhebungsvertrag ist nur dann wirksam bzw. rechtskräftig, wenn er schriftlich vereinbart und von beiden Seiten im Original unterschrieben ist. Das bedeutet im Klartext, dass jegliche Aufhebungsvereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber Ihnen per Mail, SMS oder auch mündlich vorschlägt, im Ergebnis unwirksam wären.

Eine gesetzliche Regelung, die normalerweise bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch eine Kündigung zu beachten wäre, findet bei einem Aufhebungsvertrag keine Anwendung. Sollte das Unternehmen einen Betriebsrat haben, ist dieser vor jeder Kündigung, die durch den Arbeitgeber erfolgt, nach §102 Abs. 1 BetrVG anzuhören. Diese Anhörung entfällt bei Abschluss eines Aufhebungsvertrages.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Aufhebungsvertrag, helfen wir Ihnen gerne weiter:

Muss ich bei einem Aufhebungsvertrag eine Frist wahren?

Die gesetzlichen Kündigungsfristen finden auf den Aufhebungsvertrag ebenfalls keine Anwendung. Das kann für beide Seiten von Vorteil sein, da einerseits der Arbeitgeber die Personalkosten sehr kurzfristig einsparen kann und andererseits der Arbeitnehmer bei bereits neuem Jobangebot zügig aus dem alten Arbeitsverhältnis herauskommt.

Habe ich bei einem Aufhebungsvertrag Anspruch auf Resturlaub?

Vor der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages sollten Sie immer ausrechnen, wie viele Urlaubstage Sie noch übrig haben. Treffen Sie zu Ihrem Urlaubsanspruch dann eine Regelung in Ihrem Aufhebungsvertrag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Urlaub beanspruchen können:

  1. Urlaub während der Freistellung bis zur Aufhebung des Arbeitsverhältnisses nehmen
    Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber, dass Sie die Freistellung der Arbeit durch Ihren Urlaub erfüllen dürfen.
  2. Resturlaub ausbezahlen lassen
    Der Resturlaub ist vom Arbeitgeber abzugelten. Das heißt, Sie können sich Ihren Resturlaub auch ausbezahlen lassen.

Was mache ich mit meinen Überstunden?

Mit den Überstunden, die Sie womöglich noch auf Ihrem Zeitkonto haben, verhält es sich ähnlich wie mit dem Resturlaub. Auch hier haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Aufhebungsvertrag zu vereinbaren, ob während der Freistellung Ausgleichstage genommen werden oder eine Ausbezahlung vorgezogen wird.

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