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Welche Arten von Kündigungen gibt es?

Im Arbeitsrecht gibt es verschiedene Arten von Kündigungen und damit auch verschiedene Auswirkungen für die Betroffenen. Um die unterschiedlichen Arten und Gründe zu verstehen, sollte man zunächst den Unterschied zwischen einer ordentlichen und außerordentlichen Kündigung kennen.

Was ist eine ordentliche Kündigung?

Infografik - Die Kündigungsarten
Infografik - Die Kündigungsarten.

Die ordentliche Kündigung – oder auch im allgemeinen Sprachgebrauch die fristgemäße Kündigung genannt – ist die häufigste Art der Kündigung. Bei einer ordentlichen Kündigung ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, die jeweiligen Kündigungsfristen einzuhalten sowie die Sozialauswahl und die Verwendung von legitimen Kündigungsgründen zu beachten.

Hinsichtlich der Kündigungsfristen gibt es einerseits vertraglich vereinbarte, andererseits aber auch gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfristen. Bei den Kündigungsgründen wird zwischen drei Arten unterschieden:

  • Personenbedingte Kündigung
  • Verhaltensbedingte Kündigung
  • Betriebsbedingte Kündigung

Bei einer betriebsbedingten Kündigung sollten Sie besonders darauf achten, ob der Arbeitgeber bei der Wahl der zu kündigenden Arbeitnehmer auf die erforderliche soziale Gerechtigkeit (Sozialauswahl) geachtet hat. Hierbei hat der Arbeitgeber folgende gesetzlich vorgeschrieben sozialen Gesichtspunkte zu beachten:

  • Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • Lebensalter
  • Unterhaltspflichten des Arbeitnehmers
  • Schwerbehinderung des Arbeitnehmers

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Kündigung, helfen wir Ihnen gerne weiter:

Was ist eine außerordentliche (fristlose) Kündigung?

Bei der außerordentlichen Kündigung darf der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aus wichtigem Grund kündigen. Eine solche verschärfte Kündigungsmöglichkeit ist natürlich nur in Ausnahmefällen zulässig.

Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn es für den Arbeitgeber oder -nehmer nicht zumutbar ist, das Arbeitsverhältnis erst nach Ablauf einer bestimmten Frist oder des Beschäftigungsverhältnisses zu beenden. Beispielsweise, wenn der Arbeitgeber über einen gewissen Zeitraum keinen Lohn mehr gezahlt hat oder der Arbeitnehmer Tätigkeiten erbringen soll, welche laut Vertrag nicht geschuldet sind. Wichtige Gründe für eine außerordentliche Kündigung des Arbeitgebers können zum Beispiel Diebstahl oder andere Straftaten sein, die dem Arbeitgeber schädigen. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können außerordentlich kündigen.

Eine Besonderheit der außerordentlichen Kündigung ist, dass diese innerhalb von zwei Wochen ab Kenntniserlangen des kündigungsberechtigten Umstandes einzureichen ist.

Die Änderungskündigung

Eine weitere besondere Art der Kündigung ist die sogenannte Änderungskündigung. Ziel dieser Kündigung ist es, gewisse Abänderungen, also Veränderungen der laut Vertrag geschuldeten Leistungen, vorzunehmen. Ist keine Einigung zur Änderung der Arbeitsbedingungen möglich, gilt die Änderungskündigung als ordentliche Kündigung. Auch bei dieser Art der Kündigung finden die Vorschriften des Kündigungsschutzgesetzes Anwendung.

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