• Ihre Vorteile auf einen Blick:
  • Soforthilfe
  • Rechtsklarheit
  • Zeit- & Geldersparnis

Wann gilt eine Kündigung als zugestellt?

Übergibt der Arbeitgeber eine Kündigung, muss der Arbeitnehmer den Erhalt der Kündigung nicht unbedingt quittieren. Es liegt am Arbeitgeber, einen Nachweis für den Zugang seiner Kündigungserklärung zu erbringen. Die reine Empfangsbestätigung durch den Arbeitnehmer bedeutet nicht, dass er damit die Kündigung auch inhaltlich akzeptiert.

Der Zugang einer Kündigung des Arbeitsvertrags ist entgegen eines verbreiteten Irrtums auch während der Krankheit des Arbeitnehmers möglich. Eine andere Frage ist, ob die Kündigung unzulässigerweise wegen seiner Krankheit erfolgt.

Muss ich einen Aufhebungsvertrag akzeptieren?

Anders einzustufen als eine Kündigung ist ein vom Arbeitgeber vorgelegtes Angebot eines Aufhebungsvertrages. Der Arbeitnehmer ist jedoch nicht verpflichtet, den Aufhebungsvertrag abzuschließen. Unterschreibt er diesen – auch nachteiligen – Aufhebungsvertrag, ist er allerdings in der Regel gültig. Nur in seltenen Ausnahmefällen, etwa bei nachweisbarer Täuschung oder Drohung, kann ein abgeschlossener Aufhebungsvertrag nachträglich angefochten werden.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Kündigung, helfen wir Ihnen gerne weiter:

Kann ich gegen die Kündigung klagen?

Infografik - Abgeschlossene Kündigungsverfahren 2015.
Infografik - Abgeschlossene Kündigungsverfahren 2015.

Wenn Sie eine Kündigung Ihres Arbeitsvertrags erhalten haben, können Sie als Arbeitnehmer hiergegen vor dem Arbeitsgericht vorgehen. So haben Sie die Möglichkeit, eine Weiterbeschäftigung zu erreichen oder eine Abfindung zu erhalten.

Gilt das Kündigungsschutzgesetz, das in Betrieben mit mindestens zehn Arbeitnehmern Anwendung findet, ist eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht nur innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung möglich. Im Kündigungsschutzprozess muss dann der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund nachweisen. Es sind hier nur personenbedingte, verhaltensbedingte oder betriebsbedingte Gründe möglich.

Muss ich das Angebot einer Änderungskündigung annehmen?

Der Arbeitgeber kann auch eine Änderungskündigung erklären. Dabei handelt es sich um eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus den bereits genannten Gründen, kombiniert mit dem konkreten Angebot, das Arbeitsverhältnis zu geänderten Bedingungen – also etwa mit geringerer Arbeitszeit – fortzusetzen.

Der Arbeitnehmer kann dann das Änderungsangebot unter Vorbehalt annehmen und trotzdem die Rechtmäßigkeit der Kündigung gerichtlich überprüfen lassen. Auch hier gilt für eine Klage die 3-Wochen-Frist ab Zugang der Kündigung.

Habe ich noch Urlaubsanspruch bei einer Kündigung?

Ein bestehender Urlaubsanspruch muss grundsätzlich bis zur Beendigung des gekündigten Arbeitsverhältnisses nach normalen Grundsätzen noch gewährt werden. Der Arbeitgeber kann bei einer Freistellung des Arbeitnehmers bis zum Beendigungszeitpunkt jedoch ausdrücklich einseitig erklären, dass offene Urlaubsansprüche auf die Freistellung angerechnet werden sollen.

Ein Anspruch auf Auszahlung von bestehenden Urlaubsansprüchen besteht nur dann, wenn es keine Gelegenheit gab, den Resturlaub bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses noch zu nehmen.

Kann ich gegen eine Kündigung während der Probezeit klagen?

Während einer vereinbarten Probezeit bis zur Dauer von sechs Monaten kann das Arbeitsverhältnis erleichtert gekündigt werden. In diesem Zeitraum besteht dann gesetzlich nur eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Das Kündigungsschutzgesetz greift hier noch nicht.

Habe ich nach einer Kündigung Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Ob dem Arbeitnehmer nach einer Kündigung des Arbeitsvertrags Arbeitslosengeld zusteht, hängt davon ab, ob der Arbeitnehmer die Beendigung (mit-)verschuldet hat. Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis wegen Verschuldens des Arbeitnehmers (z.B. Diebstahl im Betrieb) oder erklärt der Arbeitnehmer eine Eigenkündigung ohne triftigen Grund, ist eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeldbezug die Folge. Auch bei Abschluss eines Aufhebungsvertrags besteht die Gefahr einer Sperrzeit und der Anrechnung einer Abfindung, wenn kein wichtiger Grund für die Aufgabe des Arbeitsverhältnisses besteht.

Bei rechtlichen Fragen zum Thema Kündigung, helfen wir Ihnen gerne weiter:

Drucken E-Mail