Finanzielle Hilfe im Schadensfall

Zu einem Zwischenfall, bei dem auch ein finanzieller Schaden entsteht, kommt es schnell. Wer hat nicht schon einmal versehentlich etwas beschädigt, das ihm selbst gar nicht gehörte? In solch einem Fall ist es gut, eine Haftpflichtversicherung zu besitzen. Besonders, wenn es zu Personenschäden kommt oder das neue Auto des Nachbarn in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Wann eine Haftpflichtversicherung greift:

  • Personenschäden (z. B. Schmerzensgeld für die geschädigte Person)
  • Sachschäden (Schadensersatz für beschädigte Gegenstände)
  • Vermögensschäden (z. B. bei Arbeitsausfall der geschädigten Person)

Die Privathaftpflicht als sinnvoller Schutz

Zwar besteht bei der privaten Haftpflichtversicherung keine Abschlusspflicht, Sinn macht sie jedoch trotzdem: Als Basisversicherung leistet sie im Fall eines verursachten Schadens einen finanziellen Ausgleich an den Geschädigten. Ohne Absicherung durch die Haftpflichtversicherung kann es daher schnell zu einem hohen finanziellen Schaden beim Schadenverursacher kommen.

Der große Vorteil der privaten Haftpflichtversicherung liegt in ihrem breiten Einsatzspektrum. Dennoch gilt bei Schadensersatz der Grundsatz: Haftpflichtansprüche sind nur dann gedeckt, wenn sie privatrechtlichen Inhalt haben. Für eine Familie reicht es meist, nur einen Vertrag abzuschließen. Dabei ist es wichtig, den Partner und die Kinder mit in den Vertrag aufzunehmen, andernfalls muss die private Haftpflichtversicherung für Schäden, die durch sie verursacht wurden, nicht aufkommen.

Kfz-Haftpflicht als Muss für Autofahrer

Für Autofahrer ist die Kfz-Haftpflicht laut Kraftfahrzeug-Pflichtversicherungsverordnung gesetzlich vorgeschrieben. Wer in Deutschland aktiv am Straßenverkehr teilnehmen möchte, für den ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht. Diese verpflichtende Haftpflichtversicherung kann darüber hinaus freiwillig beliebig erweitert werden. Während die gängige Kfz-Haftpflicht Personenschäden mit mindestens 7,5 Millionen Euro, Sachschäden mit 1,12 Millionen Euro und Vermögensschäden mit 50.000 Euro abdeckt, kommt eine Vollkaskoversicherung beispielsweise auch für Schäden am eigenen Auto auf.

Hundehalter und Bauherren ebenfalls in der Pflicht

Je nach Bundesland sind Hundehalter ebenfalls dazu angehalten, eine Haftpflichtversicherung für ihr Tier abzuschließen, da sie nach § 833 BGB für etwaige Schäden haften, die ihre Vierbeiner anrichten. Auch Bauherren sollten über eine Erweiterung der Schadenssumme in der bestehenden Versicherung nachdenken: Zwar ist eine gewisse Summe in der Bauherrenhaftpflicht oftmals schon integriert, bei höheren Summen zahlt die Haftpflichtversicherung jedoch in der Regel nicht mehr.

Private Haftpflicht – Infografik
Private Haftpflicht – Infografik

Juristische Beratung: Wenn die Haftpflichtversicherung nicht zahlt

Wenn sich die Haftpflichtversicherung weigert, einen Schaden zu zahlen, ist dies nicht immer rechtens. In der Regel sollten Sie den gesamten Schriftverkehr und die Schadensmeldung genau dokumentieren – so haben Sie im Zweifelsfall alle Dokumente beisammen.

Wenn die Haftpflichtversicherung nicht zahlt oder es zu anderen Komplikationen kommt, hilft Ihnen unsere kostenlose Erstberatung gerne weiter. Wir kümmern uns dabei speziell um Ihren Einzelfall und können anhand Ihrer Unterlagen eine individuelle Lösung finden.

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