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Ehegattenunterhalt – nach welchen Parametern wird er berechnet?

Mit dem Entschluss zur Scheidung entscheiden sich viele Paare zwar grundsätzlich für einen neuen Lebensabschnitt, das entbindet sie jedoch in der Regel nicht von möglichen finanziellen Verpflichtungen.

Schon während des Trennungsjahres geht es mit dem sogenannten Trennungsunterhalt los. Dieser ist ab der Trennung bzw. der Aufforderung der Unterhaltszahlung zu entrichten. Die finanzielle Verpflichtung ergibt sich dabei aus dem Gesetz, eine nähere Begründung ist nicht vonnöten. Um diesen zwischenzeitlich geltenden Ehegattenunterhalt zu berechnen, wird wiederum das Einkommen von Ihnen und Ihrem ehemaligen Partner herangezogen. Gültigkeit hat er bis zur rechtskräftigen Scheidung.

Ehegattenunterhalt nach der Scheidung

Nachdem Sie Ihre Scheidung vor Gericht vollzogen haben, sind Sie noch nicht von Ihren finanziellen Abhängigkeiten befreit. Bei der Berechnung des nun fälligen Unterhalts nach der Scheidung zieht der Gesetzgeber ähnliche Parameter wie auch beim Trennungsunterhalt heran.

In der Regel endet der Anspruch jedoch nach einiger Zeit: Per Gesetz so lange, bis die ehebedingten Nachteile abgegolten sind. Ferner besteht ein Anspruch nur bei Vorliegen einer der im Gesetz genannten Gründe, die sich beispielsweise durch eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ein deutlich niedrigeres Einkommen ergeben.

Infografik - Folgen einer Trennung.
Infografik - Folgen einer Trennung.

Berechnung des Ehegattenunterhaltes nach Scheidung

Im Gegensatz zum Kindesunterhalt geht es bei Ehegattenunterhalt nicht darum, lediglich das Existenzminimum des Ex-Partners abzusichern. Vielmehr sollen die finanziellen Verhältnisse während der Ehe ausgeglichen werden. Aus diesem Grund ergeben sich hier oftmals weitaus höhere Summen.

Zur Berechnung des Ehegattenunterhaltes zieht der Gesetzgeber zunächst einmal getrennt voneinander das unterhaltsrelevante Einkommen heran. In erster Linie geht es hier also um Ihr Gehalt und dessen Höhe im Vergleich zum Ex-Partner.

Anhand einer speziellen Formel wird dann der Unterhalt nach dem Halbteilungsgrundsatz errechnet. Dieses Ergebnis darf dann allerdings den sogenannten Selbsterhalt nicht unterschreiten, der momentan bei circa 1.200 Euro liegt. Bei Unterschreitung liegt ein sogenannter Mangelfall vor und die Summe muss noch einmal neu berechnet werden.

Schließlich prüft das Gericht, inwiefern mögliche Voraussetzungen zur Beschränkung des Ehegattenunterhalts nach Scheidung vorliegen.

Ehegattenunterhalt berechnen: Zugewinnausgleich und Gütertrennung

Neben dem bereits oben beschriebenen Elementarunterhalt umfasst der Ehegattenunterhalt nach einer Scheidung unter anderem auch folgende Bereiche:

     
  • Krankenversicherung
  •  
  • Schul- und Berufsausbildung
  •  
  • Alterssicherung

  • Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Düsseldorfer Tabelle als Orientierungshilfe

Eine nützliche Orientierung, um den Ehegattenunterhalt zu berechnen, liefert die Düsseldorfer Tabelle: Hiernach erhält der Berechtigte einen Anspruch in Höhe von 3/7 des anrechnungsfähigen Nettoeinkommens bei Erwerbstätigkeit.

Gemäß § 1577 BGB sind Sie als Unterhaltsberechtigter dazu verpflichtet, das eigene Vermögen zur Unterhaltsdeckung zu verwenden. Ausgenommen ist hiervor allerdings das Vermögen aus dem Zugewinnausgleich.

Wurde per Ehevertrag die Gütertrennung vereinbart, übt diese Regelung im Übrigen keinen Einfluss auf die Höhe und Dauer Ihres Ehegattenunterhaltes aus.

Persönliche Beratung bei Ehegattenunterhalt nach Trennung

Um Ihren individuellen Ehegattenunterhalt zu berechnen, benötigen Sie zumeist eine Reihe von wichtigen Daten und das nötige rechtliche Verständnis. Im Rahmen der kostenlosen Erstberatung gehen unsere Rechtsanwälte gerne auf Ihre individuelle Situation ein.


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